08.05.2015

The Coatinc Company Holding GmbH, Siegen

Zeitlose Architektur unter hohem Zeitdruck veredelt

Der neue Vitra Rutschturm auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein reiht sich nahtlos in die architektonischen Blickfänge auf dem Produktionsgelände des Schweizer Möbelherstellers ein. Das 30,7 m hohe Kunstwerk von Carsten Höller mit seiner markanten Uhr an der Spitze fällt nicht nur ins Auge, sondern bietet dem Besucher ein echtes Erlebnis: Von der Aussichtsplattform über das umliegende Campus-Gelände geht es aus 17 m Höhe durch eine 38 m lange Röhrenkurvenrutschbahn wieder hinab auf festen Boden. Gebaut wurde es von dem deutschen Weltmarkt- und Technologieführer für Kinder-, Event- und Trockenrutschen Josef Wiegand aus Rasdorf. Das gesamte Objekt ist eine Symbiose aus Architektur und Kunst, dessen Stahlteile durch die Duplex-Veredelung von Coatinc Siegen und Coatinc Roermond witterungs- und widerstandsfähig gemacht wurden – eine Installation, die Potenzial zum Wahrzeichen in sich trägt.


Die Entwicklung des Vitra Campus begann im Jahre 1981, als ein Großbrand einen wesentlichen Teil des Fabrikgeländes in Weil am Rhein zerstört hatte. Aus der Vergangenheit wollte man lernen: Alle Werke wurden deshalb besonders auf eine langfristige Lebensdauer angelegt. Unzählige Architektur- und Kunstbegeisterte pilgern seither zu diesem hochkarätigen Anlaufpunkt unter freiem Himmel. Nicht nur Wind und Wetter, sondern auch damit einhergehender Rost rastet leider nicht. Damit dieser dem Vitra Rutschturm auch in ferner Zukunft nicht zum Verhängnis wird, veredelten die Oberflächenexperten von Coatinc Siegen und Coatinc Roermond alle Bauteile des Turms als Teil des Architekturensembles.


Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Aussichtsplattform wird von drei aufeinander zulaufenden Stahlstützen getragen. Der Zugang zum Turm erfolgt über eine Treppe – die Rutsche bildet einen alternativen Ausgang der etwas anderen Art. Eine drehbare Uhr überragt mit ihrem 6 m breiten Durchmesser den Campus in 30,7 m Höhe.


Pylone, Träger und Treppenläufe wurden mittels des Duplex-Verfahrens, d. h. einer Verzinkung mit anschließender farblicher Beschichtung, optimal vor Korrosion geschützt. Berücksichtigt wurde dabei das hohe Designniveau des gesamten Geländes. Als Dienstleister nahm der Oberflächenveredler gewohnheitsgemäß den letzten Schliff in der Produktionskette vor und stand im Projekt „Vitra Slide Tower“ angesichts des im Juni 2014 anstehenden Eröffnungstermins vor dem Problem eines knappen Zeitfensters. Durch zielorientierte Abstimmungen zwischen der Firma Wiegand und den beteiligten Werken von The Coatinc Company sowie dem Engagement aller Mitarbeiter konnte das Gros der Teilpartien innerhalb von 24 Stunden in Siegen verzinkt und in Roermond über Nacht beschichtet werden – eine zuverlässige und fristgerechte Leistung. Der Vitra Campus besticht seit mehr als 30 Jahren durch fulminante Objekte der zeitgenössischen Kunst und Architektur. Immer mehr Skulpturen namhafter Künstler umgeben seit der Eröffnung des Produktionsgeländes die ansässigen Vitra-Gebäude: Das Vitra Design Museum, der Ando Konferenzpavillon und das Vitra Haus wurden alle von weltweit renommierten Architekten entworfen.


The Coatinc Company Holding GmbH, Siegen