19.03.2015

Arbeitgeberverband Gesamtmetall, Berlin

Entgeltlücke liegt bei unter 2 %

Zum sogenannten ‚Equal Pay Day‘ am 20. März erklärt der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Oliver Zander: „Die ungeklärte Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen beträgt aktuell unter 2 %. Die weiteren 20 % der sogenannten unbereinigten Entgeltlücke beruhen auf der unterschiedlichen Berufswahl von Frauen und Männern, der höheren Teilzeitquote und längeren beruflichen Auszeiten bei Frauen."


Dennoch werde mit voller Absicht der falsche Eindruck erweckt, als werde für die gleiche Arbeit unterschiedlich bezahlt. Dabei weise selbst das Statistische Bundesamt, das die Statistik erstellt, ausdrücklich darauf hin, dass die Einkommensunterschiede in erster Linie durch Berufswahl und die gewählten Arbeitszeit entstehen. Würden zudem auch familienbedingte Erwerbsunterbrechungen mit einberechnet, schwinde die Lücke fast vollständig. "Möglicherweise war dies den Autorinnen der entsprechenden Passagen des Koalitionsvertrages nicht bekannt. Gerade dann sollte auf weitere unnötige Bürokratie verzichtet werden, die an den tatsächlichen Ursachen nicht einmal etwas ändern würde", so Zander.


Arbeitgeberverband Gesamtmetall, Berlin