25/02/2015

Wirtschaftsvereinigung Stahl, Düsseldorf

BFI-Projekt zur Energieeffizienz erhält Auszeichnung

Ein Verbundprojekt zur Energieeffizienz des VDEh-Betriebsforschungsinstituts (BFI) wird in die Initiative der KlimaExpo.NRW aufgenommen. Es handelt sich um die erste Abwärmeverstromung in einem Schmiedebetrieb in Deutschland. „Das Projekt dient damit als Vorbild für viele andere Schmiedebetriebe, die ihre Energierückgewinnung noch weiter optimieren können“, sagt Dr. Peter Dahlmann, Geschäftsführender Vorstand des Stahlinstituts VDEh. Im Rahmen des Projektes „Nutzung von Niedertemperaturabwärme zur Eigenstromerzeugung am Beispiel eines KMU-Schmiedebetriebs (NEBS)“ arbeitete das BFI, eine der Organisationen des Stahl-Zentrums in Düsseldorf, mit dem Remscheider Gustav Grimm Edelstahlwerk zusammen. Das Unternehmen beschäftigt circa 150 Mitarbeiter, während im BFI rd. 120 Arbeitnehmer angestellt sind.


„Es ist uns gelungen, über 100 t CO2 im Jahr einzusparen“, berichtet Bernhart Stranzinger, Leiter der BFI-Abteilung Gastechnik und Energiewirtschaft. Das Projekt erhält zum Zeichen der Anerkennung von der landesweiten Initiative das Logo „Wir sind dabei“ und ist damit einer von 1 000 Schritten, die die Landesregierung im Rahmen der KlimaExpo.NRW sowie des Klimaschutzes gehen möchte. „Wir sind stolz auf diese Auszeichnung, zeigt sie doch, dass unsere Projekte zur Energieeffizienz auch von außen anerkannt werden“, sagt Prof. Dr. Harald Peters, Mitglied der Geschäftsführung des BFI.


Das Verbundprojekt NEBS wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt betreut. Die Auszeichnung gab es, weil u.a. gezeigt werden konnte, wie Klimaschutz als Fortschrittsmotor in NRW betrieben werden kann. „Das Verfahren auf einen Schmiedebetrieb zu übertragen, ist eine neuartige und viel versprechende Idee, die hoffentlich ihre Nachahmer finden wird“, sagt Dr. Rebekka Loschen von der KlimaExpo.NRW, die das Projekt bewertet hat. Mit einer Nettostromausbeute von 200 000 kWh allein in 2014 konnten somit bereits schon 120 t CO2 eingespart werden. In Zukunft liegt das jährliche Einsparpotenzial bei rd. 600 t CO2.


„Das Projekt zeigt, wie auch die energieintensive Industrie zu einem Vorreiter im Klimaschutz werden kann“, erklärt Dr. Rebekka Loschen. Das Projektteam hat Maßnahmen zur erstmaligen Abwärmeverstromung nach dem sogenannten Organic-Rankine-Cycle-Verfahren in einem Schmiedebetrieb erarbeitet und mit Erfolg betrieblich umgesetzt: „Dank des Projekts kann die Firma Grimm ca. 180 000 € an Stromkosten pro Jahr einsparen“, berichtet Projektleiter Wolfgang Schneider des Gustav Grimm Edelstahlwerks.


Wirtschaftsvereinigung Stahl, Düsseldorf