Klimaneutrale Stahlproduktion in Deutschland kann sich rechnen
Klimaneutrale Stahlproduktion in Deutschland kann sich rechnen
Nach Einschätzung der Studien¬autoren ist eine wettbewerbs¬fähige, klima¬freundliche Stahlindustrie entscheidend für die wirtschaft¬liche Resilienz Deutschlands. Quelle: Uni Mannheim
Transformation ist machbar, zeigt neue Studie Mannheimer Ökonomen.
Eine klimaneutrale Stahlproduktion in Deutschland kann sich trotz hoher Kosten im internationalen Wettbewerb behaupten – vorausgesetzt, die Politik schafft verlässliche Rahmenbedingungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Prof. Tom Krebs, Ph.D. und Patrick Kaczmarczyk Ph.D. von der Universität Mannheim im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung. Die Forschenden empfehlen unter anderem einen langfristig gedeckelten Industriestrom- und Wasserstoffpreis, staatliche Investitionshilfen für den Umbau der Stahlproduktion sowie europäische Beschaffungsregeln, die klimaschonend produzierten Stahl bevorzugen. Zudem seien Schutzmechanismen gegen Billigimporte notwendig, die durch niedrigere Umwelt- und Sozialstandards oder staatliche Subventionen begünstigt werden. Nach Einschätzung der Studienautoren ist eine wettbewerbsfähige, klimafreundliche Stahlindustrie entscheidend für die wirtschaftliche Resilienz Deutschlands. Sie versorge Schlüsselbranchen wie Bau, Maschinenbau und Automobilindustrie und sichert damit einen erheblichen Teil der industriellen Wertschöpfung und Beschäftigung. Quelle: Uni Mannheim