EU-Stahlhersteller fordern Maßnahmen gegen hohe Energiepreise
EU-Stahlhersteller fordern Maßnahmen gegen hohe Energiepreise
Bild:Ternium
Europäische Stahlhersteller haben die EU-Kommission aufgefordert, sich mit den hohen Großhandelsstrompreisen zu befassen. Nach Ansicht der Unternehmen werden Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit der EU-Produktion untergraben.
Stahlkäufer in der EU sehen in der Abkehr von Importen aufgrund emissionsbasierter CBAM-Steuern nun der Hauptgrund für den Anstieg der Inlandspreise, wie das Marktforschungsunternehmen MEPS schreibt. Für die europäischen Stahlhersteller gehören jedoch steigende Stromkosten zu den Faktoren, die sie diesen Monat auf höhere Verkaufspreise drängen ließen. Der europäische Stahlverband Eurofer hat die Forderung nach einem Paket von industriepolitischen Sofortmaßnahmen unterstützt, das von einer Koalition aus 1 300 europäischen Unternehmen und Industrieverbänden im Vorfeld eines Treffens der EU-Staats- und Regierungschefs am 12. Februar in Alden Biesen im Osten Belgiens veröffentlicht wurde. Neben Maßnahmen zur Senkung der Strom- und CO2-Kosten der EU-Industrie fordert sie die Kommission auf, Handelsabkommen abzuschließen, die den Zugang zu Überseemärkten verbessern und die Beschaffung emissionsarmer Produkte aus Europa fördern. Quelle: MEPS