11/02/2014

voestalpine AG, Linz

voestalpine mit solidem Ergebnis nach 9 Monaten 2013/14

Die Erwartungen an die globale Konjunkturentwicklung haben sich in den letzten Monaten nur zum Teil erfüllt. Daher war auch die Ergebnisentwicklung des voestalpine-Konzerns in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2013/14 (1. April bis 31. Dezember 2013) noch von – leicht – rückläufiger Tendenz gekennzeichnet. Mit dem dritten Geschäftsquartal sollte der konjunkturelle Wendepunkt aber erreicht sein, auch wenn ein Aufschwung auf breiter Front trotz spürbarer Impulse in einzelnen Branchen in Europa immer noch aussteht. „Für die nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen ist das Ergebnis des voestalpine-Konzerns sehr ordentlich ausgefallen“, so Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG


Ein wesentlicher Grund dafür ist die breite geografische und branchenmäßige Aufstellung des Unternehmens. Mit der Kombination von Stahlerzeugung und -verarbeitung verfügt das Unternehmen darüber hinaus über eine vergleichsweise krisenresistente Wertschöpfungskette, wobei die zunehmende Verarbeitung auch anderer Werkstoffe wie Aluminium, Titan oder Kunststoffen eine zusätzliche Differenzierung gegenüber der Konkurrenz bedeutet.


„Diese Entwicklung unterstreicht die Richtigkeit der vor rund 15 Jahren begonnenen und heute konsequenter als je zuvor umgesetzten Strategie der voestalpine-Gruppe. Wir werden weiter forciert in die Verlängerung der Wertschöpfungskette investieren und das Unternehmen bis 2020 noch viel stärker als bisher in einen Technologie- und Industriegüterkonzern weiterentwickeln. Wir werden aber schon alleine aus Qualitäts- und Technologiegründen auch zukünftig über eigene Stahlbasen verfügen“, erklärte Eder


Während die endproduktnahen Divisionen Metal Forming und Metal Engineering im Jahresvergleich bei weitgehend stabilem Umsatz ergebnismäßig zulegen konnten, mussten die stärker werkstofforientierten Divisionen Special Steel und vor allem Steel Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis hinnehmen. Der Gesamtumsatz des voestalpine-Konzerns verringerte sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 gegenüber dem Vorjahr um 3,1% von 8,7 auf 8,4 Mrd. €. Bei einer stabilen Ebitda-Marge von 12% (Vorjahr 12,1%) erreichte das operative Ergebnis (Ebitda) 1,01 Mrd. € (1,04 Mrd. € im Vorjahr). Ähnlich stellt sich der Vergleich des Betriebsergebnisses (Ebit) dar, das bei ebenfalls nahezu konstanter Marge (6,8% im Vergleich zu 7%) bei 573 Mio. € (Vorjahr: 607 Mio. €) zu liegen kam.


Das Ergebnis vor Steuern weist mit 457 Mio. € einen leichten Rückgang von 3,6% (474 Mio. €) aus, ebenso das Ergebnis nach Steuern mit 352 Mio. € (4,8% unter dem Vorjahreswert von 370 Mio. €). Das Eigenkapital konnte um 1,5% auf über 5,1 Mrd. € gesteigert werden (2012: 5,0 Mrd. €), die Nettofinanzverschuldung stieg leicht von 2,5 auf 2,6 Mrd. €. Die Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) entwickelte sich mit 50,2% weitgehend konstant (49,8% per 31.12.2013).


Für die geplante Direktreduktionsanlage in Texas wurde vergangene Woche der erste wichtige Infrastrukturschritt finalisiert. Eder: „Die Erweiterung des Schiffskanals von Corpus Christi ist erfolgreich abgeschlossen und damit die direkte Anbindung unserer Hafenanlagen über einen Tiefseezugang zum Golf von Mexiko schon heute hergestellt.“


Aufgrund eines zuletzt günstigeren Konjunkturverlaufes und im Hinblick darauf, dass sich die aktuelle Negativabweichung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bereits vom 2. auf das 3. Quartal 2013/14 tendenziell verringert hat, sollte sich die Ergebnisentwicklung des Konzerns im Schlussquartal weiter verbessern. „Für das Geschäftsjahr 2013/14 zeichnet sich vor dem Hintergrund einer leicht verbesserten Gesamtkonjunktur aus heutiger Sicht ein etwas unter dem Vorjahresniveau liegendes Ergebnis (Ebitda, Ebit) ab, wobei die Abweichung zur Gänze auf die das gesamte Jahr über anhaltende, extreme Marktschwäche in großen Teilen des konventionellen Energiebereiches (Öl- und Gastransport, Kraftwerksbau) zurückzuführen ist“, so Eder.


voestalpine AG, Linz