21.10.2013

voestalpine AG, Linz

voestalpine errichtet Europas modernstes Drahtwalzwerk

In Leoben/Donawitz errichtet voestalpine Austria Draht bis 2016 das modernste Drahtwalzwerk Europas. Hergestellt werden dann jährlich rd. 550 000 t Qualitätswalzdraht für den Automobil- und Energiesektor. Die Investitionen im dreistelligen Millionenbereich sichern langfristig den Standort Donawitz – Headquarter der so erfolgreichen Metal Engineering Division der voestalpine-Gruppe – ab. Der Konzern hat in den letzten fünf Jahren bereits mehr als 1 Mrd. € in seine acht Standorte in der Steiermark investiert. Rund 8 000 Mitarbeiter erwirtschafteten dort im letzten Geschäftsjahr im Rahmen der Divisionen Metal Engineering und Special Steel einen Umsatz von 3,3 Mrd. €. 2012 wurden 800 neue Arbeitsplätze geschaffen und 360 Lehrlinge ausgebildet.


Seit dem 8. Jahrhundert wird in der Obersteiermark Eisenerz abgebaut, wodurch im Laufe der Zeit eine florierende Eisen- und Stahlindustrie entstand. Jetzt wird ein neues Kapitel in der Entwicklung der Produktion im Leobener Stadtteil Donawitz gestartet. voestalpine Austria Draht errichtet dort das modernste Drahtwalzwerk Europas. „Die Großinvestition wird unsere führende Position im Drahtbereich in Europa weiter ausbauen und trägt wesentlich zur Standortsicherung in der Steiermark bei. voestalpine Austria Draht beschäftigt heute rd. 650 Mitarbeiter. Diese Arbeitsplätze werden für die nächsten Jahre weiter abgesichert“, so Franz Kainersdorfer, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division, zu der auch voestalpine Austria Draht gehört. Den Auftrag zum Bau des neuen Drahtwalzwerkes erhielt der italienische Anlagenbauer Danieli, den neuen Hubbalkenofen liefert die steirische Andritz AG. „Die voestalpine wird künftig vor allem außerhalb Europas in Zukunftsmärkten wie Asien oder Nord- und Südamerika wachsen. Gleichzeitig erhalten wir aber mit solchen Investitionen auch unsere bestehenden österreichischen Standorte langfristig“, erklärt Kainersdorfer.


Die heutige, 34 Jahre alte Walzstraße wird komplett durch eine neue Linie ersetzt. Modernste IT-Technologie und zusätzliche Investitionen in die Logistik optimieren Liefertermintreue und Flexibilität. Produktionsausfälle wird es durch die Investition keine geben. Erst im Juli 2012 erweiterte die voestalpine ihre Aktivitäten in der Drahtweiterverarbeitung durch den Erwerb von 54% an der CPA Filament GmbH. Im Rahmen dieses Joint Ventures am Standort Fürstenfeld wird seither eine neue Produktionsanlage für die Herstellung von ultrahochfesten Feinstdrähten (bis 0,08 mm) errichtet. Aktuell befindet sich die Anlage im Probebetrieb. Der Übergang zur laufenden Produktion ist für Anfang 2014 geplant.


In einer integrierten Produktionskette erzeugt voestalpine Austria Draht hochwertige Produkte wie Walzdraht, Kaltfließpressdraht, Profildraht, Federstahldraht und Spannstahl. Hauptabnehmer sind die Automobil- und Energiebranche. Weitere Kunden stammen aus der Befestigungstechnik und der Bauindustrie. Während europaweit traditionell viele renommierte Unternehmen zu den Auftraggebern zählen, arbeitet voestalpine Austria Draht auch am Marktaufbau in Übersee. Gleichzeitig fokussieren sich die Forschungsaktivitäten auf die Entwicklung neuer Stahl-Werkstoffe sowie auf innovative Verfahren für thermomechanisches Walzen. Mit Partnern, Kunden, Vormateriallieferanten, der Montanuniversität Leoben, der TU Graz, dem MCL Material Center Leoben und vielen anderen – auch internationalen – Forschungseinrichtungen gibt es enge Kooperationen. Im Mittelpunkt stehen die Wärmebehandlung und Oberflächenbehandlung von Drähten sowie die Optimierung der Stahlanalysen.


voestalpine AG, Linz