21/12/2015

voestalpine AG, Linz

voestalpine-Konzern: Profitabilitätsziele bleiben unverändert

Die voestalpine AG zieht eine erste positive Zwischenbilanz zu ihrer im Dezember 2012 verabschiedeten Strategie für den Zeitraum bis 2020. Die Entwicklung des Konzerns auf Basis von innovationsgetriebener Differenzierung in anspruchsvollsten Kundenbranchen sowie einer forcierten Internationalisierung auf außereuropäischen Märkten verläuft planmäßig. Die Rentabilitätsziele liegen durchwegs im Plan. Die einzige Modifikation der Kernziele betrifft die Umsatzziffer, da die ursprünglich für 2020 geplanten 20 Mrd. € aufgrund der anhaltend kritischen globalwirtschaftlichen Rahmenbedingungen realistischerweise nicht zu halten sein werden. Nach den aktuellen Planungen soll der Umsatz auf Basis einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 5 % pro Jahr bei 15 Mrd. € zu liegen kommen.


Angesichts eines sich permanent wandelnden Marktumfelds hat die voestalpine ihre 2012 verabschiedeten konzernalen Ziele für den Zeitraum bis 2020 einer Überprüfung unterzogen. „Auch in Zukunft werden wir verstärkt in Segmenten mit höchsten Technologie- und Qualitätsansprüchen wachsen und die Wertschöpfungskette in Richtung Endkunden weiter ausbauen, um uns langfristig noch stärker als bisher am Markt zu differenzieren. Im Vordergrund steht dabei – wie schon in der Vergangenheit – nicht das bloße Umsatzwachstum, sondern vielmehr die Erhöhung der Profitabilität im Sinne von wertsteigerndem Wachstum und damit die Absicherung unserer Ergebnisführerschaft. Getragen wird die Strategie unverändert vor allem von der Fokussierung auf die Zukunftsbranche Mobilität, der forcierten Erweiterung unserer Präsenz auf globalen Wachstumsmärkten sowie einer Fortsetzung unserer Innovationsoffensive und daraus abgeleiteten zukunftsorientierten Produkten und Services“, so Dr. Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG.


Trotz eines anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfelds liegt die voestalpine bei ihren Rentabilitätszielen für 2020 auf Plan. So lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 sowohl die Ebitda-Marge mit 13,7 % (Ziel 2020: 14 %), die Ebit-Marge von 7,9 % (Ziel 2020: 9 %) und der ROCE (Return on Capital Employed) mit 10 % (Ziel 2020: 15 %) auf dem definierten Pfad. Insbesondere bei der Ebitda-Marge sind die bis 2020 angestrebten 14 % bereits heute nahezu erreicht.


Der Umsatz des voestalpine-Konzerns lag mit 11,2 Mrd. € im Geschäftsjahr 2014/15 als einzige Kennzahl unter den Erwartungen von 2012. Diese Entwicklung ist zum einen auf ein deutlich unter den damaligen Prognosen liegendes globales Wirtschaftswachstum in den vergangenen drei Jahren sowie auf die stark gesunkenen Rohstoffpreise (z. B. jeweils 65 % Minus bei Eisenerz und Kohle gegenüber 2012) zurückzuführen. Beide Effekte zusammen „kosten“ alleine – hochgerechnet bis 2020 – mehr als 3 Mrd. € Umsatzzuwachs. Zudem erfolgten Akquisitionen aufgrund des weltweit überhitzten M&A-Marktes bewusst selektiver als geplant. Auch die entsprechend der strategischen Zielsetzung vorgenommene Bereinigung des Produktportfolios im Wege von Devestitionen (z. B. Flamco Group, voestalpine Polynorm Plastics) führte zu einem Rückgang des konsolidierten Umsatzes. In Anbetracht der veränderten Rahmenbedingungen wird das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum bis 2020 daher (ausgehend vom Umsatz des Geschäftsjahres 2014/15) von 5,7 % auf 5 % aktualisiert; in absoluten Zahlen bedeutet dies eine Revision der Umsatzzielmarke von 20 auf 15 Mrd. €.


voestalpine AG, Linz