10/11/2014

ifo Institut, München

ifo Wirtschaftsklima für den Euroraum verschlechtert sich weiter

Der ifo Index für die Wirtschaft im Euroraum ist im vierten Quartal von 118,9 auf 102,3 Punkte gesunken. Das ist der niedrigste Stand seit dem dritten Quartal 2013. Damit liegt er leicht unter seinem langfristigen Durchschnitt. Sowohl die Beurteilung zur Wirtschaftslage als auch die Konjunkturerwartungen für die nächsten sechs Monate haben deutlich nachgegeben. Eine hohe Arbeitslosigkeit, fehlende Nachfrage und öffentliche Haushaltsdefizite führen weiterhin die Liste der drängendsten Wirtschaftsprobleme an. Ein Ende der Konjunkturschwäche zeichnet sich derzeit nicht ab.


In fast allen Ländern des Euroraums hat sich den befragten Experten zufolge die aktuelle Wirtschaftslage gegenüber dem Vorquartal verschlechtert. Vor allem in Deutschland sehen die Experten die wirtschaftliche Situation deutlich weniger positiv als noch in den vergangenen Quartalen. Aber auch in Italien und Frankreich sinken die Werte für die aktuelle Lage. Lediglich aus Spanien und Portugal kommen bessere Signale: die aktuelle Lage erhielt die besten Beurteilungen seit fast sechs Jahren, sie liegen aber auch damit noch weit im ungünstigem Bereich.


Der Optimismus hinsichtlich der künftigen Entwicklung in den nächsten sechs Monaten hat nahezu überall nachgelassen. Lediglich in Portugal und Slowenien verbesserten sich die Konjunkturerwartungen gegenüber der vorherigen Umfrage. Die Inflationserwartungen für 2014 wurden nochmals zurückgenommen. Dementsprechend erwarten die WES-Experten für die nächsten sechs Monate weiterhin unveränderte kurzfristige Zinsen.


ifo Institut, München