31.10.2014

ifo Institut, München

ifo Geschäftsklimaindex für Ostdeutschland weiter im Sinkflug

Das ifo Geschäftsklima der gewerblichen Wirtschaft Ostdeutschlands hat sich im Oktober abermals deutlich verschlechtert. Die ostdeutschen Firmen sind mit ihren momentanen Geschäften nicht mehr so zufrieden wie im Vormonat. Zudem hat der Pessimismus über die zukünftige Geschäftsentwicklung erneut zugenommen. Nach dem konjunkturell starken ersten Halbjahr 2014 gerät die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung der ostdeutschen Bundesländer zunehmend unter Druck.


Im verarbeitenden Gewerbe Ostdeutschlands ist der Geschäftsklimaindex im Oktober erneut gesunken. Maßgeblich sind die weniger guten Einschätzungen der gegenwärtigen Geschäftslage. Positive Signale kommen hingegen von den Geschäftserwartungen der ostdeutschen Industriefirmen. Insgesamt gehen die Befragungsteilnehmer von einer nicht mehr so ungünstigen Entwicklung in der nahen Zukunft aus. Auch bei der Kapazitätsauslastung ist ein Anstieg um knapp einen Prozentpunkt auf nunmehr 81,1 % zu verzeichnen. Die Exporterwartungen bleiben unverändert, wobei sich positive und negative Meldungen annähernd ausgleichen.


Der ifo Geschäftsklimaindex für den ostdeutschen Handel ist merklich gesunken. Die hiesigen Großhändler berichten von merklich besseren Geschäften als im Vormonat. Jedoch trüben sich deren Geschäftserwartungen insgesamt spürbar ein. Im Einzelhandel Ostdeutschlands hingegen zeigt sich das umgekehrte Bild. Während die ostdeutschen Einzelhandelsfirmen weniger pessimistisch in die Zukunft schauen, beurteilen sie ihre momentanen Geschäfte jedoch erheblich schlechter.


Auch im ostdeutschen Bauhauptgewerbe hat der Klimaindikator im Oktober nachgegeben. Die befragten Baufirmen in Ostdeutschland stufen sowohl ihre aktuellen Geschäfte als auch die zukünftige Geschäftsentwicklung ungünstiger ein.


ifo Institut, München