30.06.2014

ifo Institut, München

ifo Geschäftsklima für Ostdeutschland verbessert

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Ostdeutschlands ist im Juni, entgegen der Entwicklung in Deutschland, von 109,9 auf 110,1 Indexpunkte leicht gestiegen. Die Unternehmen der ostdeutschen Wirtschaft bewerten ihre derzeitigen Geschäfte besser als im Vormonat. Zudem hat sich der Pessimismus bezüglich des zukünftigen Geschäftsverlaufs verringert. Die ostdeutsche Wirtschaft stemmt sich zunächst gegen die Auswirkungen der Krisen in der Ukraine und im Irak.


Das Geschäftsklima im ostdeutschen verarbeitenden Gewerbe hat sich im Juni das vierte Mal in Folge eingetrübt. Mit der momentanen Geschäftslage zeigten sich die hiesigen Industriefirmen zufriedener als im Vormonat. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate werden hingegen als nicht mehr so günstig eingestuft. Dennoch rechnen die befragten Unternehmen mit kräftigeren Impulsen aus dem Auslandsgeschäft. Der Beschäftigungsaufbau im verarbeitenden Gewerbe Ostdeutschlands dürfte sich aber in der nahen Zukunft spürbar verlangsamen; die Beschäftigungserwartungen haben kräftig nachgegeben.


Im ostdeutschen Großhandel hat der Klimaindikator deutlich nachgegeben. Sowohl die derzeitigen als auch die zukünftigen Geschäfte werden schlechter eingestuft. Die Stimmung im ostdeutschen Einzelhandel hat sich hingegen verbessert. Den Angaben der Einzelhandelsfirmen zufolge liefen die Geschäfte spürbar besser als noch im Mai 2014. Auch bezüglich des Geschäftsverlaufs ist der Pessimismus gewichen.


Auch der Geschäftsklimaindex im Bauhauptgewerbe Ostdeutschlands ist gestiegen. Maßgeblich waren die erheblich günstigeren Geschäftserwartungen der ostdeutschen Baufirmen. Auch die momentane Geschäftssituation wird besser beurteilt.


ifo Institut, München