31.03.2014

ifo Institut, München

ifo Geschäftsklima für Ostdeutschland getrübt

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft der ostdeutschen Bundesländer ist im März 2014 zum ersten Mal seit Sommer des vergangenen Jahres gefallen. Die derzeitige Geschäftslage wird von den ostdeutschen Unternehmen zwar genauso gut wie im Vormonat beurteilt. Bei den Einschätzungen über den weiteren Geschäftsverlauf hingegen hat der Optimismus spürbar nachgelassen. Die internationalen Spannungen im Zuge des Konflikts um die Ukraine schüren Unsicherheit in der ostdeutschen Wirtschaft.


Im verarbeitenden Gewerbe Ostdeutschlands hat sich das Geschäftsklima spürbar abgekühlt. Zwar sind die ostdeutschen Industriefirmen mit ihren momentanen Geschäften zufriedener als im Februar. Jedoch blicken sie der Zukunft mit erheblich weniger Zuversicht entgegen. Die Exportaussichten bleiben insgesamt weiterhin positiv, wenngleich die Firmen nicht mehr so kräftige Impulse erwarten. Auch die Beschäftigungserwartungen werden von den befragten Firmen im Verarbeitenden Gewerbe Ostdeutschlands verhaltener eingestuft.


Der Klimaindikator für den ostdeutschen Großhandel ist gestiegen. Die hiesigen Großhandelsfirmen sind mit ihren laufenden Geschäften zufriedener als im Vormonat, blicken aber mit erheblich mehr Skepsis in die Zukunft. Auch im Einzelhandel Ostdeutschlands hat sich das Geschäftsklima verbessert. In dieser Handelsstufe hingegen sind die befragten Unternehmen mit ihren Geschäften weniger zufrieden, erwarten aber einen weniger ungünstigen Geschäftsverlauf.


Im Bauhauptgewerbe der ostdeutschen Bundesländer hat sich das Geschäftsklima spürbar eingetrübt. Sowohl die derzeitige Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate werden merklich schlechter beurteilt als im Februar.


ifo Institut, München