30.09.2014

ifo Institut, München

ifo Geschäftsklima für Ostdeutschland erneut eingetrübt

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft der ostdeutschen Bundesländer ist im September zum dritten Mal in Folge auf nunmehr 107,3 Punkte gesunken. Während die ostdeutschen Befragungsteilnehmer ihre gegenwärtige Geschäftslage gegenüber August nahezu unverändert beurteilen, blicken sie dem zukünftigen Geschäftsverlauf der kommenden sechs Monate deutlich weniger optimistisch entgegen. Die geopolitischen Spannungen dämpfen zunehmend die Dynamik in der ostdeutschen Wirtschaft.


Im ostdeutschen verarbeitenden Gewerbe hat der Geschäftsklimaindex spürbar nachgegeben. Die hiesigen Industriefirmen schätzen sowohl ihre momentane Geschäftssituation als auch die zukünftige Geschäftsentwicklung weniger positiv ein als im August. Die Exportaussichten haben sich abermals eingetrübt und liegen nur noch knapp im positiven Bereich.


Das Geschäftsklima im ostdeutschen Großhandel hat sich ebenfalls verschlechtert, während es sich im ostdeutschen Einzelhandel etwas aufgehellt hat. Maßgeblich für diese Entwicklung sind jeweils die Einschätzungen zur gegenwärtigen Geschäftslage. Hingegen haben sich in beiden Handelssparten die Erwartungen an den künftigen Geschäftsverlauf kaum verändert.


Im ostdeutschen Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima erneut leicht abgekühlt. Die hiesigen Baufirmen berichten zwar von etwas besseren Geschäften, jedoch blicken sie der zukünftigen Geschäftsentwicklung weniger optimistisch entgegen.


ifo Institut, München