22/01/2014

ots, Frankfurt am Main

Zuversicht der Manager für 2014 wächst

44% und damit doppelt so viele Vertreter der weltweiten Managementelite wie vor einem Jahr rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit einer Belebung der Weltwirtschaft. Die weltweit größte Zuversicht zeigen die Manager in Westeuropa, von denen jeder zweite fest mit einer Belebung der Weltkonjunktur rechnet. Deutschlands Firmenlenker stehen allerdings mit 40% nur knapp vor der Schweiz (37%) am Ende der europäischen Optimismusrangliste. Am wenigsten zuversichtlich äußern sich die Manager aus Zentral-/Osteuropa (26%). Dies geht aus dem am Dienstag in Davos vorgestellten "17. Global CEO Survey" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor, für den 1 344 Vorstandschefs aus 68 Ländern befragt wurden.


Norbert Winkeljohann, Vorstandssprecher PwC Deutschland, zu den Ergebnissen: Die Zuversicht unter den Topmanagern beginnt wieder zu wachsen. Sie haben ihre Unternehmen erfolgreich durch die Krise geführt und wechseln nun aus dem Überlebensmodus in Wachstumsprogramme. Dennoch ist das Glas erst halb voll. Die Manager erkennen, dass sie sich auf neue Herausforderungen einstellen müssen. Dabei kristallisieren sich drei Bereiche deutlich heraus:


- Die wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse der Welt verschieben sich erneut. In einigen klassischen Wachstumsmärkten wie Brasilien sinken die Zuwachsraten deutlich.


- Große Sorgen bereitet den CEOs die Politik, und die Botschaften der Manager an die Regierungen sind unmissverständlich: Überregulierung, Staatsdefizite und die Angst vor Steuererhöhungen sind die meistgenannten Bedrohungen für die Wirtschaft.


- Neue Technologien, demografischer Wandel und die weltweite Umverteilung der Wirtschaftskraft werden innerhalb der nächsten fünf Jahre zum großen Härtetest für die Unternehmen."


Unterschiede zeigen sich auch beim Blick auf die verschiedenen Branchen: 46% der Manager aus der Tourismus- und Freizeit-Branche sind sehr zuversichtlich, wenn es um die Entwicklung der Weltkonjunktur in diesem Jahr geht, dicht gefolgt von der Banken- und Kapitalmarktbranche (45%). Mit 44% gleichauf folgen Handel, Finanzdienstleistungen, Asset Management und Kommunikation. Von den Vertretern des Ingenieur- und Bauwesens sind 41% sehr zuversichtlich. In der Metall verarbeitenden Industrie sind nur 19% der Firmenlenker optimistisch.


Etwas optimistischer als im Vorjahr sind die Topmanager, wenn es um das Umsatzwachstum des eigenen Unternehmens in den kommenden zwölf Monaten geht: Weltweit sind 39% (+3 zum Vorjahr) zuversichtlich. Von den deutschen Managern äußert sich jeder Dritte (33%) sehr zuversichtlich, den Umsatz steigern zu können. Damit übertreffen sie den Europa-Durchschnitt, der um acht Prozentpunkte auf 30% wächst, leicht.


Die größte Zuversicht herrscht unter den CEOs in der Region Mittlerer Osten. Hier steigt der Wert auf 69% (+16 zum Vorjahr). Asien-Pazifik folgt mit 45% (+9 zum Vorjahr). Klar nach unten geht die Tendenz in Afrika: Nur noch 40% sind sehr zuversichtlich. Vorausgegangen waren Werte von 44% (2013) und 57% im Jahr 2012. Um zehn Prozentpunkte auf 43% verringert hat sich der Zuversichtsindex der lateinamerikanischen CEOs. Nordamerikas Firmenlenker verharren auf 33%.


Deutliche Unterschiede zeigen sich auf Länderebene: 53% der russischen Manager sind für 2014 sehr zuversichtlich, Umsatzwachstum erzielen zu können, und führen damit die Rangliste an. Auf den weiteren Plätzen folgen Mexiko (51%) und Korea, wo die Zuversicht von 6% im Vorjahr auf 50% in diesem Jahr anstieg. Schlusslicht ist Argentinien mit 10 %.


ots, Frankfurt am Main