03.06.2015

Worthington Cylinders GmbH, Kienberg

Worthington mit vollen Auftragsbüchern

Am Kienberger Standort des Stahlverarbeiters Worthington Industries stehen alle Zeichen auf Aufschwung. Die verstärkte Nachfrage nach hochwertigen Druckbehältern beschert dem Unternehmen volle Auftragsbücher. Zwar hat der Brandschaden am Massewerk vom August 2013 Produktionsausfälle verursacht, seit Herbst 2014 aber laufen alle Maschinen auf Hochtouren. Besonders nachgefragt wird die innovative Leicht-Stahlflasche, die deutlich weniger als Konkurrenzprodukte wiegt und dadurch besseres Handling und geringere Transport- und Gesamtbetriebskosten bietet. Aber auch Gastanks für die Automotive-Industrie tragen zur guten Auslastung bei.


„In den vergangenen achtzehn Monaten haben wir rd. 15 Mio. € am Standort Kienberg investiert, speziell in das neue Massewerk, aber auch um die Produktion zu erweitern. Ziel ist es, die Kapazität, den Produktionsfluss und die Qualität weiter zu verbessern“, erklärt Mag. Christian Bruckner, Geschäftsführer Worthington Cylinders GmbH.


Worthington erweitert seine Produktionskapazitäten in Kienberg nachhaltig. Zu den geplanten Investitionen zählt unter anderem eine neue, 1,5 Mio. € teure Anlage zur Verbesserung der Innenreinheit von Flaschen, die in der Automobil-, Elektronik- und Medizinbranche eingesetzt werden. Außerdem steht die Modernisierung der Produktionsanlage auf dem Plan, um die Kapazität zukünftig erhöhen zu können. Zusätzlich werden die Arbeitsplätze aufgestockt: Aktuell stellt Worthington in Kienberg rund 50 neue Mitarbeiter ein und steigert damit die Anzahl der Beschäftigten von 350 auf knapp 400. Auf Wachstumskurs steuert auch der US-Mutterkonzern Worthington Industries: In den vergangenen fünf Jahren wurden dreizehn Akquisitionen getätigt und der Umsatz ist auf über drei Milliarden Dollar gestiegen.


Im Schmiedewerk, Kernstück der Stahlflaschenproduktion, wird nun in zusätzlichen Schichten gearbeitet. In den anderen Fertigungsbereichen wurde auf einen 6-Tage-Schichtbetrieb aufgestockt. „Der Brandschaden des vergangenen Jahres hat uns zwar kurzzeitig Produktionsausfalle beschert, langfristig aber ein neues modernes Werk gebracht, das sich sehr positiv auswirkt. Die Blockflaschenproduktion, der größte und wichtigste Fertigungsbereich am Standort, ist voll belegt, obwohl die Marktlage nach wie vor nicht besonders günstig ist“, so Betriebsleiter Gunther Ehrgott.


Die hohe Auslastung führt Gabriele Zeilerbauer, Vertriebsmanagerin bei Worthington, auf die technologischen Innovationen zurück. Speziell die neu entwickelte, hochwertige Leichtflasche und die besonders haltbare Oberflächenbeschichtung tragen zur ausgezeichneten Produktqualität bei. Auch im Vergleich der Gesamtbetriebskosten, der „Total Cost of Ownership“, schneiden die Stahlflaschen aus Kienberg im Vergleich zum Mitbewerb besonders gut ab. „Wir verspuren derzeit einen enormen Aufwind und haben dank unserer Innovationen – etwa die Leichtflasche oder Gastanks fur die Automotive-Industrie – eine hohe Auslastung. Wir sind optimistisch, diesen Aufschwung auch uber das nachste Geschaftsjahr halten zu konnen, weil gerade auch die Nachfrage nach unseren Alternative-Fuel-Tanksystemen in den nachsten Jahren weiter zunehmen wird“, weiß Zeilerbauer.


Worthington Cylinders GmbH, Kienberg