19/10/2015

Leibniz Universität Hannover

Wie wird der Mittelstand industrie-4.0-fähig?

Am Produktionstechnischen Zentrum (PZH) der Fakultät für Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover entsteht das erste von bundesweit fünf „Kompetenzzentren Mittelstand 4.0“. Zu einem ersten Pressegespräch mit den Antragsstellern der Leibniz Universität sowie Vertreterinnen und Vertretern des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums lud die Leibniz Universität am 15. Oktober 2015 in das Produktionstechnische Zentrum Hannover in Garbsen ein. Das PZH stellte in einem Pressegespräch neben der Bedeutung dieses Zentrums für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und für die Universität auch vor, wie Mittelstand und Handwerk in Niedersachsen und Bremen hinsichtlich Industrie-4.0-Entwicklungen aktuell aufgestellt sind und wie das neue Kompetenzzentrum dazu beitragen wird, die Betriebe in eine konkurrenzfähige Zukunft zu begleiten.


Ziel des Kompetenzzentrums, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit 5,3 Mio. € für drei Jahre gefördert wird, ist es, kleine und mittlere Unternehmen in Niedersachsen und Bremen bei der digitalen Transformation zu unterstützen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Diese Unternehmen machen mehr als 99 % aller Betriebe in Niedersachsen und Bremen aus.


„Die Digitalisierung der Wirtschaft und das Thema Industrie 4.0 sind allgegenwärtig. Mit dieser Entwicklung sind erhebliche technologische und wirtschaftliche Potenziale und Herausforderungen verbunden, denen sich unsere Unternehmen stellen müssen, um mittel- und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und damit ihre Zukunft zu sichern“, sagt Staatssekretärin Daniela Behrens vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium. „Dies gilt nicht nur für Großunternehmen, sondern in zunehmendem Maße auch für Mittelstand und Handwerk. Insofern freue ich mich sehr darüber, dass wir mit dem bundesweit ersten Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 zukünftig noch bessere Voraussetzungen haben werden, insbesondere unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen in diesem Prozess zu begleiten und zu unterstützen.“


Die am Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) ansässigen sieben Institute und das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) bündeln als Antragsteller Expertisen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Produktion im geplanten „Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0“ - so der aktuelle Arbeitstitel. Weitere Expertisen wie IT-Sicherheit, rechtliche oder gesellschaftliche Aspekte werden durch Partner eingebracht. „Die Produktionstechnik an der Leibniz Universität Hannover mit dem PZH und dem IPH decken die gesamt Wertschöpfungskette ab, von der Planung bis zum Produkt“, sagt Prof. Dr.-Ing. Peter Wriggers, Vizepräsident für Forschung an der Leibniz Universität. „Als national und international ausgewiesener Standort bei der Umsetzung von Industrie-4.0-Ansätzen in produktionstechnische Lösungen verbinden wir damit Expertise und Netzwerkerfahrung.“ Mit einer Lernfabrik, unterschiedlichen Expertenfabriken und einer mobilen Fabrik wird das Kompetenzzentrum flächendeckend das gesamte Einzugsgebiet erreichen. Dazu soll das auf dem Gelände der Deutschen Messe AG bereits bestehende Vorführzentrum für Robotik und Automatisierung zur Lernfabrik ausgebaut werden. Der Standort bietet zudem eine hervorragende Anbindung an die Hannover Messe, die als Leitmesse Industrie 4.0 fungiert.


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