02/05/2014

Salzgitter AG, Salzgitter

Warmgewalzte bainitsche Stähle in verzinkter Ausführung

Der Wunsch, den CO2-Ausstoß von Kraftfahrzeugen noch weiter zu senken, fordert eine immer höhere Ausnutzung des Leichtbaupotentials von Stahlwerkstoffen. Mehrphasenstähle liefern dabei einen beträchtlichen Beitrag zu leichtgewichtigeren Konstruktionen. Durch die Substitution von konventionellen Werkstoffen durch Güten mit einer höheren Festigkeit lässt sich die Bauteildicke verringern, und es kann somit Gewicht und damit Kosten eingespart werden.


Bainitsche Stähle und Komplexphasenstähle spielen hierbei eine interessante Rolle, da sie einen vorteilhaften Mix von Eigenschaften durch ihre feinkörnige, homogene Mikrostruktur aufweisen. Dieses Gefüge führt zu einem hohen Streckgrenzenverhältnis aufgrund der sehr hohen Streckgrenze von mehr als 680 MPa und einer ebenfalls hohen Zugfestigkeit von über 800 MPa. Sie haben eine geringe Kantenrissempfindlichkeit und ermöglichen eine erhöhte Lochaufweitung. Auch weisen sie ein gutes Tiefziehverhalten und ein sehr gutes Umformvermögen auf. Eine gute Schweißeignung ist ebenfalls gegeben.


Typische Anwendungsfelder sind damit hoch beanspruchte Karosserie- und Fahrzeugteile. Darüber hinaus finden sie Anwendung im Kran- und im Waggonbau. Da die Automobilindustrie hauptsächlich Bedarf an höchstfesten Stählen mit verbessertem Korrosionsschutz hat, sind nun diese warmgewalzten, bainitischen Stähle in feuerverzinkter Ausführung erhältlich, natürlich unter Beibehaltung der hervorragenden Eigenschaften. Ebenfalls ist auf Anfrage eine Zink-Magnesium-Beschichtung Stroncoat möglich.


Salzgitter AG, Salzgitter