07.08.2014

Ubeco GmbH, Iserlohn

Walzprofiliersoftware mit neuem FEM-Postprozessor

Die Finite-Elemente-Methode wird heutzutage für das Walzprofilieren immer wichtiger, wenn vor Beginn der Fertigung von Rollenwerkzeugen geprüft werden soll, ob die konzipierten Rollen das gewünschte Ergebnis liefern. Zu diesem Zweck besitzt die Walzprofiliersoftware "Ubeco Profil" eine Schnittstelle zum weit verbreiteten FEM-System Ls-Dyna. Doch der Erfolg dieser Lösung hat die Entwickler zu weiteren Taten angespornt: Neu in der jetzt vorgestellten Version ist ein leistungsfähiger Postprozessor, mit dem das Ergebnis der Simulation leichter ausgewertet werden kann.


Auf Knopfdruck werden Schnittbilder des Blechs erzeugt, insbesondere in den einzelnen Gerüsten oder an beliebiger Stelle innerhalb der Walzprofilieranlage oder nach Verlassen der Anlage. Wenn in die Schnittbilder die Rollen (wahlweise 2-D-Schnitte oder 3-D-Volumina) eingeblendet werden, ist es leicht möglich, die Lage des Profils innerhalb der Rollen zu prüfen. Auch kann auf einfache Weise ein visueller Soll-Ist-Vergleich mit der entworfenen Profilblume durchgeführt werden.


Spannungen und Dehnungen werden wie bei FEM üblich durch ein Farbspektrum dargestellt; zusätzlich erzeugt "Profil" Graphen, die wahlweise die Spannung quer und längs, die Dehnung und die Blechdickenänderung als Funktion der Position des Blechs in der Maschine darstellen. Diese speziell auf die Bedürfnisse des Walzprofilier-Konstrukteurs zugeschnittenen Funktionen erleichtern es, das Ergebnis der FEM-Simulation auszuwerten.


Die Finite-Elemente-Simulation ist die dritte Stufe des dreistufigen Qualitätssicherungskonzepts. Weitere Bausteine sind die Berechnung der Bandkantendehnung, die während des Entwurfs der Umformblume im Hintergrund läuft

sowie die Profil-Spannungs-Analyse (PSA) zur Ermittlung der voraussichtlichen Spannungen im gesamten Profilquerschnitt.


Ubeco GmbH, Iserlohn