31.03.2014

Outokumpu Oyj, Helsinki

Verhandlungen über das industrielle Konzept abgeschlossen

Outokumpu hat bekannt gegeben, dass die Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der IG Metall in Deutschland zum Iindustriellen Konzept erfolgreich abgeschlossen wurden. Eine entsprechende Anpassung des Tarifvertrages wurde unterzeichnet. Das industrielle Konzept wurde ursprünglich im Oktober 2013 vorgestellt. Im Fokus steht hier eine Spezialisierung der Produktionsstätte in Finnland als Kostenführer. Die deutsche Outokumpu Nirosta erhält eine eindeutige Rolle als Produzent von hochwertigem Premiumedelstahl. In diesem Rahmen werden in Deutschland rd. 120 Mio. € in Produktionsanlagen sowie Forschung & Entwicklung investiert. Insbesondere durch Abbau von Überkapazitäten sowie andere Maßnahmen ergeben sich gleichzeitig Einsparungen in Höhe von rd. 100 Mio. €. Diese leisten einen wichtigen Beitrag zu den angestrebten gruppenweiten Synergien und Kostensenkungen in Höhe von 450 Mio. €/a.


„Das ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg hin zu einer nachhaltigen Profitabilität“, so Mika Seitovirta, Vorstandsvorsitzender der Outokumpu. „Die Einigung mit der Gewerkschaft ermöglicht es uns, die notwendige Restrukturierung und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung wie geplant umzusetzen. Dies stärkt unser Bekenntnis zu Deutschland, dem größten Markt für Edelstahl in Europa, und macht den Weg frei für die neue Investition.“


Die vereinbarte Lösung beinhaltet die folgenden wesentlichen Anpassungen zum bestehenden Tarifvertrag:



  • Outokumpu investiert im Rahmen des NIFO-Projektes zwischen 2014 und 2016 rd. 108 Mio. € in das Krefelder Kaltwalzwerk. Zusätzlich werden in 2015 rd. 10 Mio. € in Forschung & Entwicklung investiert.

  • Das Kaltwalzwerk in Benrath wird voraussichtlich 2016 geschlossen, nachdem die Verlagerung der Ferritproduktion nach Krefeld vollendet ist.

  • Das Bochumer Stahlwerk wird in 2015 nach einem erfolgreichen Verlagerungsprozess geschlossen. So wird für die Kunden sichergestellt, dass die hohe Qualität auch in Zukunft gewährleistet ist.

  • Outokumpu verzichtet auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2020. Der geplante Stellenabbau wird sozialverträglich beispielsweise durch Vorruhestandsregellungen fortgesetzt. Noch fast 400 Arbeitsplätze bei ThyssenKrupp stehen für Mitarbeiter der Outokumpu in Deutschland zur Verfügung.


Das vereinbarte industrielle Konzept führt zu einem Stellenabbau von zusätzlichen 1 000 Mitarbeitern in Deutschland, die Teil des weltweiten Personalabbaus der Outokumpu-Gruppe von 3 500 Beschäftigten sind.


Mika Seitovirta: „Die Maßnahmen, die alle Teile unseres Unternehmens betreffen, sind schmerzhaft, aber notwendig, um Outokumpu zurück zu einer nachhaltigen Profitabilität zu führen. Das ist der beste Weg, möglichst viele Arbeitsplätze und zukünftiges Wachstum zu sichern. Wir gehen jetzt mit einem klaren Plan und neuem Vertrauen daran, dieses Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen”.


Outokumpu Oyj, Helsinki