12.11.2013

SGL Group, Wiesbaden

Umsetzung des Kosteneinsparungsprogramms SGL2015

Die Geschäftsentwicklung der SGL Group – The Carbon Company – ist nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2013 wie bereits im Juni 2013 avisiert verlaufen. Als Folge des anhaltenden Preisdrucks bei Grafitelektroden und einem zyklischen Abschwung bei Grafitspezialitäten verringerte sich der Konzernumsatz um 4 % auf 1 209,7 Mio. €. Durch die rückläufige Entwicklung in allen drei Geschäftsfeldern sank das Konzern-Ebitda um 52 % auf 89,5 Mio. € (9M/2012: 188,6 Mio. €) und die Ebitda-Marge auf 7,4 % (9M/2012: 15,0 %). Das Konzern-EBIT – vor Sondereinflüssen – verminderte sich auf 28,0 Mio. € (9M/2012: 130,3 Mio. €). Die Kosteneinsparungen aus SGL2015 beliefen sich konzernweit auf rund 34 Mio. €. Davon entfielen rund 19 Mio. € auf die SGL Excellence Initiative.


Robert Koehler, Vorstandsvorsitzender der SGL Group: „Die Umsetzung unseres im August initiierten, konzernweiten Kosteneinsparungsprogramms SGL2015 verläuft planmäßig. Mit ersten Maßnahmen wurde bereits begonnen. Bis Ende 2015 wollen wir rd. 150 Mio. € einsparen, allein rund 50 Mio. € davon noch in diesem Jahr. Obwohl der Geschäftsverlauf deutlich hinter unseren ursprünglichen Erwartungen blieb, konnten wir unseren Free Cashflow im Jahresvergleich um über 140 Mio. € verbessern.“


Im Zusammenhang mit der zum Jahresende geplanten Schließung des kanadischen Werks in Lachute im Rahmen von SGL2015 fielen Restrukturierungsaufwendungen für Sonderabschreibungen von 24,9 Mio. € an. Bereits im zweiten Quartal 2013 wurden nach IFRS im Geschäftsfeld CFC nicht zahlungswirksame negative Sondereffekte von insgesamt 153,2 Mio. € gebucht. Dementsprechend betrug das Konzern-EBIT nach Sondereffekten und Restrukturierungsaufwendungen im Dreivierteljahr 2013 minus 151,4 Mio. €. Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht auf minus 37,3 Mio. € (9M/2013: minus 38,5 Mio. €). Damit belief sich das Vorsteuerergebnis auf minus 202,6 Mio. € (9M/2012: 25,2 Mio. €). Das Ergebnis nach Steuern lag bei minus 277,8 Mio. € (9M/2012: minus 5,6 Mio. €). Hierin sind steuerliche Sonderaufwendungen von 68,7 Mio. € enthalten, die bereits im Halbjahr gebucht wurden. Auf Basis einer durchschnittlichen Aktienanzahl von 70,9 Mio. Aktien sank das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf minus 3,92 € (9M/2012: minus 0,08 €).


Im Dreivierteljahr 2013 verringerte sich die Bilanzsumme um 19 % auf 2 086,9 Mio. € (31. Dezember 2012: 2.559,7 Mio. €). Ursächlich hierfür waren hauptsächlich Sondereffekte im Geschäftsfeld CFC, die Sonderabschreibung für das Werk Lachute bei PP, die Rückzahlung der im Mai 2013 fälligen Wandelanleihe in Höhe von 146 Mio. € sowie Abschreibungen auf aktivierte latente Steuern. Diese Sondereinflüsse führten auch zu einem Rückgang des Eigenkapitals auf 754,1 Mio. € (31. Dezember 2012: 1 067,0 Mio. €) und der Eigenkapitalquote auf 36,1 % (31. Dezember 2012: 41,7 %). Die Nettofinanzschulden der SGL Group erhöhten sich leicht auf 485,5 Mio. € (31. Dezember 2012: 459,3 Mio. €), lagen damit jedoch um mehr als 30 Mio. € unter der Nettoverschuldung im Halbjahr. Entsprechend lag der Verschuldungsgrad zum 30. September 2013 bei 0,64. Der Free Cashflow verbesserte sich durch den Abbau von Umlaufvermögen und deutlich reduzierte Investitionen signifikant auf minus 16,1 Mio. € (9M/2012: minus 159,4 Mio. €).


SGL Group, Wiesbaden