11.08.2014

Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen e.V. (BGA), Berlin

Trotz Belastungen beschließt Außenhandel das erste Halbjahr leicht positiv

"Der Außenhandel beschließt das erste Halbjahr mit einem leichten Plus. Beachtenswert ist, dass sowohl die Gesamtimporte als auch die Importe aus der Eurozone stärker steigen als die jeweiligen Exporte. Dies unterstreicht ein weiteres Mal den hohen Mehrwert, den die deutsche Exportstärke auch für die europäischen Nachbarstaaten hat. Es fehlen jedoch die Wachstumsimpulse aus den Drittländern. Die wirtschaftliche Schwäche dieser Länder hat sich im vergangenen Halbjahr nicht gebessert." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.


Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die aktuellen Außenhandelszahlen für das erste Halbjahr 2014 bekanntgegeben. Demnach sind die deutschen Exporte insgesamt gegenüber dem Vorjahreszeitraum nominal um 2,4 % auf 558,3 Mrd. € gestiegen, die Importe nahmen um 2,6 % zu und erreichten 459,0 Mrd. €. "Trotz des positiven Halbjahresabschlusses blicken wir mit Sorge auf die Eskalation im Handelsstreit mit Russland. Auch überschatten die Auseinandersetzungen im Nahen- und Mittleren Osten die weltwirtschaftliche Entwicklung und belasten damit den deutschen Außenhandel. Umso wichtiger ist in diesen Zeiten, dass die Unternehmen auf ein funktionierendes Außenwirtschaftsförderinstrument zurückgreifen können. Dies muss den Erhalt der vollen Flexibilität für den Außenhandel bei den Hermesdeckungen mit einschließen. Darüber hinaus müssen die Exportmöglichkeiten in andere Drittlandmärkte ausgebaut werden", so Börner.


Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen e.V. (BGA), Berlin