07.11.2013

Klöckner & Co SE, Duisburg

Trendwende beim Ergebnis trotz anhaltend schwacher Marktentwicklung

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ist der Absatz der Klöckner & Co SE aufgrund des weiter einbrechenden europäischen Stahlmarkts sowie der restrukturierungsbedingten Standortschließungen und der Aufgabe niedrigmargiger Geschäfte um insgesamt 9,7 % zurückgegangen. Der Umsatz ging durch das im Vorjahresvergleich niedrigere Preisniveau um 14,5 % zurück. Das operative Ergebnis (EBITDA) wurde nach 95 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf 108 Mio. € gesteigert. Um Restrukturierungsaufwendungen bereinigt lag das EBITDA – trotz des stark gesunkenen Absatzes – mit 110 Mio. € nur noch leicht unter dem Vorjahreswert von 115 Mio. €. Maßgeblich für diese positive Entwicklung waren umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen und die Aufgabe niedrigmargiger Geschäfte, was sich auch in der von 17,2 % auf 18,4 % gesteigerten Rohertragsmarge niederschlug.


Das Quartals-EBITDA lag im Wesentlichen durch die sukzessiv zunehmenden Beiträge des Restrukturierungsprogramms mit 36 Mio. € erstmals in diesem Jahr über dem vergleichbaren Vorjahreswert von 18 Mio. €. Bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen wurde das EBITDA auf 39 Mio. € mehr als verdoppelt und damit – auch ohne den darin enthaltenen Ergebnisbeitrag aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 6 Mio. € – der Prognoserahmen von 30 bis 40 Mio. € erreicht.


Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg bezogen auf die ersten neun Monate 2013 von 15 Mio. € auf 30 Mio. €. Im Vorjahreszeitraum hatten Impairments in Höhe von 30 Mio. € das EBIT belastet. Das Konzernergebnis verbesserte sich aufgrund der reduzierten Zinsbelastung noch stärker von 80 Mio. € auf 31 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie stieg entsprechend auf 0,31 € nach 0,78 € im Vorjahreszeitraum.


Gisbert Rühl, Vorstandsvorsitzender der Klöckner & Co SE sagte: „Im dritten Quartal wird die Trendwende aus eigener Kraft gegen den Markt sichtbar. Die umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen überkompensieren mittlerweile deutlich den negativen Markteinfluss. Wir konnten damit erstmals in diesem Jahr trotz der anhaltenden Stahlkrise in Europa das operative Quartalsergebnis im Vergleich zum Vorjahr erheblich steigern.“


Klöckner & Co SE, Duisburg