03.11.2014

bauforumstahl e.V., Düsseldorf

Tragende Säule für den Wirtschaftsstandort Deutschland

Zum Deutschen Stahlbautag in der letzten Woche haben die Geschäftsführer von bauforumstahl e.V., Dr. Bernhard Hauke und Volker Hüller, Entwicklungen und Trends der Stahlbaubranche vorgestellt: „Wir sind uns einig, dass Bauen mit Stahl einen unverzichtbaren Beitrag hin zur ‚Null-Abfall-Wirtschaft‘ leistet und zudem enorme wirtschaftliche Vorteile für Bauherren, Mensch und Umwelt bietet.“ Stahl wird als einziger Baustoff zu 99 % recycelt – Bauen mit Stahl schont also Ressourcen und das Klima. Denn der Einsatz einer Tonne Stahlschrott spart CO2-Emissionen in gleicher Höhe ein. Und in Deutschland werden jährlich ca. 20 Mio. t Stahlschrott recycelt – das ist fast so viel wie 2 200 Eiffeltürme.


Für Verbandsgeschäftsführer Dr. Bernhard Hauke ist das Bauen mit Stahl daher ein bedeutendes Fundament für den Klimaschutz und die Schonung von Rohstoffen. „Als Dachverband von über 500 Mitgliedern vertreten wir die Wertschöpfungskette von der Stahlherstellung, über den Handel bis hin zu den Verarbeitern. Wenn beim Bauen mehr Stahl als bisher eingesetzt würde, sänke das hohe Abfallaufkommen der Bauindustrie und die Rohstoffknappheit würde entschärft“, so Hauke. Gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Manfred Helmus, Lehr- und Forschungsgebiet „Baubetrieb und Bauwirtschaft“ an der Bergischen Universität Wuppertal initiiert das bauforumstahl e.V. ein Forschungsvorhaben zur Ermittlung detaillierter Zahlen zum Stahlrecycling im Bauwesen in Deutschland. „Wir wollen den Recycling-Prozess noch nachhaltiger und effektiver gestalten. Hierzu müssen wir den Ist-Zustand im Detail kennen“, so Hauke. Ein bereits gemeinsam ermittelter Sachstandsbericht steht auf der Website von bauforumstahl zur Verfügung.


Weitere Vorteile vom Bauen mit Stahl sieht der Verband für Bauwillige aus Unternehmen und der öffentlichen Hand: „Beim Bauen mit Stahl ist der Transportaufwand für Werkzeug und Material oft weitaus geringer als bei der Betonbauweise“, erläutert Hauke. „Das spart nicht nur Zeit und Kosten sondern schont – durch weniger LKWs – auch unsere Straßen!“ Ein weiterer Punkt ist das Thema Brücken. In Deutschland ist knapp die Hälfte der bundesweit rd. 67 000 kommunalen Brücken marode. „Die Stahl-Verbundweise bietet enorme Vorteile beim Brückenbau, da z.B. keine Mittelstütze gebraucht wird, wodurch Bauarbeiten ohne größere Verkehrsbeeinträchtigungen durchgezogen werden können. Hier kann die öffentliche Hand pro Brücke bis zu 0,3 Mio. € einsparen“, so die Geschäftsführer. „Wir wollen mit unserem Know-how die Kommunen in Deutschland unterstützen und haben die Initiative ‚Kommunale Brücken‘ initiiert. Zur Entlastung der Städte und Gemeinden stellen wir Entwurfs- und Konstruktionshilfen für kleinere und mittlere Brücken bereit“.


Neben der Vertretung seiner Mitgliedsunternehmen bei Politik und Gesellschaft und der Förderung des Bauens mit Stahl, wirkt der Verband an nationaler und europäischer Normung mit. „Unser Ziel ist es, deutsche Interessen der Stahlbaubranche auf europäischer und internationaler Ebene zu wahren und sicherzustellen, dass kleine und mittlere Stahlbaufirmen wirtschaftlich Stahlbau anbieten können“, so Geschäftsführer Volker Hüller. Ein weiterer Schwerpunkt des Verbands ist die Forschung, beispielsweise an neuen Planungsmöglichkeiten (z.B. Building Information Modeling):


bauforumstahl e.V., Düsseldorf