09/06/2015

ThyssenKrupp Elevator AG, Essen

ThyssenKrupp präsentiert Personentransportsystem

Linearmotor-Technologie der Magnetschwebebahn Transrapid erhält Einzug in wegweisendes Personentransportsystem. Accel erhöht das Einzugsgebiet von Metrostationen und sorgt für bis zu 30 % mehr Fahrgäste. In Flughafen-Terminals können die Transitzeiten zwischen den Gates um zwei Drittel verkürzt werden. ThyssenKrupp Elevator präsentiert seine neueste technische Entwicklung Accel auf der UITP 2015, dem weltweit führenden Forum für Themen des öffentlichen Nahverkehrs in Mailand von 8. bis 10. Juni. Accel ist ein einzigartiges Transportsystem mit hoher Kapazität und besonders hohen Geschwindigkeiten - auch auf kurzen Strecken und ohne Wartezeiten für die Fahrgäste. Mit dieser neuen Lösung steigt ThyssenKrupp ins Nahverkehrsgeschäft ein.


Mit zunehmender Überlastung der städtischen Infrastruktur bei gleichzeitigem Bevölkerungswachstum in den Städten stehen Kommunen unter ständigem Druck: Es gilt, neue Lösungen für den innerstädtischen Transport zu finden, um den Aufwand an Zeit, Energie und Umweltressourcen zu senken. Für die Anforderungen des vielschichtigen Verkehrssystems von Großstädten hat ThyssenKrupp den innovativen Accel entwickelt.


Accel vereinfacht den Zugang zu bestehenden Metrostationen und wird damit auch für Pendler interessant, die den öffentlichen Personennahverkehr aufgrund der großen Entfernung bislang nicht nutzen. Somit kann die Kapazität aller weltweiten Metrosysteme zukünftig durch neue Zugangspunkte maximal ausgeschöpft werden, da Accel das Einzugsgebiet jeder Station und damit die Anzahl der Fahrgäste um bis zu 30 % steigern kann. Die Einführung von Accel bietet eine Alternative zum kostenintensiven Bau neuer Stationen oder aufwendiger Zwischenverbindungen unter der Erde. Ein weiteres Plus: Die Anzahl der Fahrzeuge im Straßenverkehr würde deutlich sinken.


Von Accel profitieren auch Flughafenbetreiber, die die Transitzeiten zwischen den Gates oder weit entfernten Parkplätzen und dem Flughafen optimieren wollen. Durch den Wegfall von Wartezeiten und Barrieren verbunden mit Hochgeschwindigkeit benötigen Passagiere für eine Distanz von 270 m statt wie bisher 415 s nur noch 140 s, eine Zeitersparnis von 66 %. Damit kann Accel für Entfernungen von bis zu 1,5 km Busse, Peoplemover oder Sky-Trains ersetzen und dem Flughafenbetreiber damit hohen Kostenaufwand ersparen.


Accel kann bis zu 7 300 Personen pro Stunde befördern und damit ebenso viele Fahrgäste wie herkömmliche vollautomatische Kabinensysteme. Die Innovation von ThyssenKrupp verbindet Hochgeschwindigkeit mit höchsten Sicherheitsanforderungen. Möglich macht diese Geschwindigkeit das neuartige Palettenband: Im Eingangsbereich liegen die Alu-Paletten eng übereinander, bei steigender Geschwindigkeit ziehen sie sich auseinander, um sich gegen Ende wieder zusammenzuschieben. Der revolutionäre Antrieb, der auf der Linearmotor-Technik der Magnetschwebebahn Transrapid basiert, sorgt dafür, dass das Band mit normaler Schrittgeschwindigkeit von 0,65 m/s (2,35 km/h) anläuft, bequem auf bis zu 2 m/s (7,2 km/h) beschleunigt und vor dem Verlassen des Systems wieder auf die ursprüngliche Geschwindigkeit verzögert wird. Wenn der Fahrgast zudem über das Band läuft, können Geschwindigkeiten von bis zu 3,3 m/s (12 km/h) erreicht werden.


Damit ist Accel sehr benutzerfreundlich und benötigt zudem nur wenig Personal für Bedienung und Wartung. Die Innovation stellt somit eine gute Lösung dar, um die Lücke im Kurzstreckentransport in Städten und Flughäfen zu schließen, und bietet eine konkurrenzfähige Alternative zu bestehenden automatisierten Peoplemovern für Entfernungen von bis zu 1,5 km.


ThyssenKrupp Elevator AG, Essen