01/06/2015

ThyssenKrupp AG, Essen

ThyssenKrupp lieferte Aufzüge und Edelstahl

ThyssenKrupp hat im One World Trade Center in New York die schnellsten Aufzugsanlagen in ganz Nord- und Südamerika installiert. Außerdem lieferte der Technologiekonzern den Edelstahl für die Spitze des 541 m hohen Turms. Die fünf Aufzüge, mit denen man zur jetzt eröffneten Aussichtsplattform des One World Trade Center gelangen kann, stellen eine technische Spitzenleistung dar. Die Kabinen bewegen sich mit Geschwindigkeit von bis zu 37 km/h, sodass man die 102. Etage in nur 60 s erreichen kann. Mit diesem Tempo schlagen die Aufzüge beinahe den Weltrekord des Leichtathleten Usain Bolt im 100-m-Sprint.


Das Material für die rd. 6,3 t schwere Spitze des One World Trade Center lieferte die Konzerntochter Ken-Mac Metals. Die amerikanische Tochtergesellschaft AIN Plastics lieferte spezielle Erdboxen aus Kunststoff, die das Wurzelwerk der 500 Bäume am Fuß des Gebäudes schützen. An der Planung der wesentlichen Aufzugskomponenten, darunter Kabinen, Antriebsmaschinen, Kabel, Führungsschienen und Software, war ein Expertennetzwerk aus acht Ländern beteiligt.


Für den Betrieb der Hochgeschwindigkeitsaufzüge kommen verschiedene Spezialtechnologien zum Einsatz: Aerodynamische Verkleidungen aus Aluminium verdrängen die Luft im Schacht und halten die Geschwindigkeit auf einem konstanten Niveau, ähnlich wie bei dem Spoiler eines Autos. Ein spezielles Führungssystem minimiert die Vibrationen und sorgt für eine komfortable Fahrt. Die Aufzugskabinen und Türen sind mit einer geräuschunterdrückenden Verkleidung ausgestattet, die den Geräuschpegel reduziert.


Insgesamt hat ThyssenKrupp 71 Aufzüge und 12 Fahrtreppen im One World Trade Center installiert. Die Aufzugsanlagen sorgen für Energieeinsparungen innerhalb des Gebäudes: Die in den Kabinendecken installierte LED-Beleuchtung ermöglicht eine Einsparung von mehr als 78 000 kWh pro Jahr im Vergleich zu Halogenlampen. Mit dieser Einsparung kann ein durchschnittlicher Haushalt in den USA mehr als sieben Jahre lang vollständig versorgt werden. Regenerative Antriebe können die Energie der Aufzüge zurückgewinnen und diese in das elektrische System des Gebäudes zurückspeisen.


In den Aufzugsanlagen wird darüber hinaus die sogenannte Zielauswahlsteuerung von ThyssenKrupp Elevator verwendet, bei der intelligente Software und Terminals eingesetzt werden, um die Fahrgäste so auf die Aufzüge zu verteilen, dass diese auf schnellstem Weg zu ihrem Ziel gelangen.


ThyssenKrupp AG, Essen