13.12.2013

ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg

ThyssenKrupp Steel Europe unterstützt spanische Beschäftigte

Ihren Neuanfang in Deutschland starten fast 60 Mitarbeiter des spanischen Werkes ThyssenKrupp Galmed. Sie haben bei ThyssenKrupp Steel Europe einen neuen Job gefunden und sehen hier ihre Zukunft. In den vergangenen Wochen waren die Beschäftigten nach Deutschland gekommen, wo sie zunächst in verschiedenen Ruhrgebietsstädten untergebracht wurden. Derzeit absolvieren sie Integrations- und Deutschkurse im Duisburger Bildungszentrum, erledigen Behördengänge und lernen ihr künftiges Wohnumfeld und ihre neue Arbeitsumgebung kennen. Danach verbringen die Meisten die Feiertage noch einmal in Spanien, ehe sie dann Anfang Januar endgültig ihre neue Tätigkeit in einem der Werke von ThyssenKrupp Steel Europe aufnehmen.


„Eine solche Regelung mit einer Zukunftsperspektive für die Mitarbeiter hat es in dieser Form unseres Wissens nach in Spanien und Deutschland noch nicht gegeben, sie hat also Vorbildcharakter“, betont Thomas Schlenz, Personalvorstand von ThyssenKrupp Steel Europe. „Unser Ziel in den Gesprächen mit Mitarbeitern und Betriebsrat in Spanien war es, möglichst viele Beschäftigte aus Arbeit in Arbeit zu vermitteln. Das ist uns mit diesem beispielgebenden Sozialplan gelungen.“


Mehr als 1 400 km Luftlinie liegen zwischen alter und neuer Heimat. Die Galmed-Mitarbeiter, die an andere Standorte von ThyssenKrupp Steel Europe wechseln, sind überwiegend zwischen 30 und Anfang 40 Jahre alt. Die Bandbreite ihrer Tätigkeit reicht vom Hüttenfacharbeiter und Verzinker über Verwaltungspersonal bis hin zum Ingenieur. Etwa die Hälfte der Neuankömmlinge wird in der Produktion im Duisburger Norden eingesetzt, der Rest verteilt sich auf den Werksteil Duisburg-Hüttenheim, Verwaltung und Vertrieb sowie ein kleiner Teil auf die Standorte Dortmund und Siegerland.


Im Zuge des Optimierungsprogramms „Best-in-Class Reloaded“ war der Standort ThyssenKrupp Galmed in Sagunto bei Valencia außer Betrieb genommen worden. Die Feuerverzinkungslinie, die insbesondere Kunden aus der Automobil- und Bauindustrie in Spanien beliefert hatte, wies eine zu geringe Auslastung auf. Für die rd. 160 Mitarbeiter war mit dem Betriebsrat im Rahmen eines Sozialplans u. a. vereinbart worden, dass die Beschäftigten auf Arbeitsplätze bei der Muttergesellschaft ThyssenKrupp Steel Europe wechseln können. Einige Mitarbeiter hatten sich daraufhin bei einer Kennenlernreise im Oktober in Deutschland informiert. Am Ende gingen jetzt knapp 60 Mitarbeiter mit ihren Angehörigen, d. h. mehr als jeder Dritte der Galmed-Beschäftigten, diesen Schritt. Die übrigen haben sich für eine Abfindung entschieden oder nutzen den vorgezogenen Ruhestand.


ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg