29.10.2013

Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW), Frankfurt am Main

Technischer Abschlussbericht zur EMO Hannover 2013

Unter dem Motto „Intelligence in Production“ wurden auf der EMO Hannover 2013 Lösungen präsentiert, die neue Informationstechnologien effizient integrieren. Im Fokus standen hierbei Innovationen, die Arbeitsabläufe automatisieren, vereinfachen oder effizienter gestalten. Mit der Vorstellung wegweisender Fertigungstechnologien wurde eine Basis geschaffen, um im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu sein. Ein genereller Trend ist die Berücksichtigung von Design und Bedienfreundlichkeit. In Anlehnung an Smartphones sind zahlreiche Maschinensteuerungen mit einem Touchscreen ausgeführt. Im  Zusammenspiel mit der Gestaltung sonstiger Betriebsmittel ergibt sich damit ein attraktives optisches Erscheinungsbild.


Viele EMO-Aussteller haben Lösungen präsentiert, die den Bedienkomfort in den Vordergrund stellen. In Anlehnung an Smartphone- und Tablet-Technologien wurden Konzepte gezeigt, die die Steuerung der Betriebsmittel deutlich erleichtern. Mit Celos stellt DMG / Mori Seiki Europe Dübendorf, Schweiz, eine Bedienebene mit Touchscreen vor. Der dahinter liegende Prozessor kann in die Produktionsplanung eingebettet werden. Auf diese Weise können CAD-Daten direkt eingesehen und verändert werden. Auch die Liebherr-Verzahntechnik GmbH, Kempten, Hersteller von Verzahnmaschinen, stellt ein neues intuitives System zur Bedienung und zum vereinfachten Rüsten ihrer Maschinen vor. Durch Touch-Bedienung und Plausibilitätsprüfungen sowie direkte graphische Darstellung der vom Bediener gewählten Werkzeuge können Rüstzeiten verringert und Fehler beim Rüsten vermieden werden.


Es wird angestrebt, mehrere Bearbeitungsoperationen auf einer Maschine durchzuführen, damit die Umrüstzeiten verringert und die Genauigkeit erhöht werden. Die WFL Millturn Technologies GmbH & Co. KG aus Linz, Österreich, präsentiert eine Maschine, die neben Dreh-, Fräs- und Bohroperationen auch das Tiefbohren, die Schleifbearbeitung und das Honen ermöglicht. Darüber hinaus können Messtechnologien zur In-Process-Messung eingesetzt werden. Als neuen Prozess wurde zusätzlich das Innendrehen für große Bohrtiefen integriert. Hierdurch werden ein geringerer Verlauf und eine höhere Oberflächengüte der eingebrachten Bohrungen ermöglicht.


Auch bei Rundtaktmaschinen setzt man auf Komplettbearbeitung. Mikron SA aus Agno, Schweiz, stellt mit der NRG-50 eine Rundtaktmaschine mit zwölf Stationen vor. Pro Station können drei Bearbeitungseinheiten integriert werden. Insgesamt können 30 Einheiten simultan im Einsatz sein, die maximale Werkzeuganzahl beträgt 96. Eine 6-Seiten-Bearbeitung erlaubt die Komplettbearbeitung. Durch den modularen Aufbau ist eine Anpassung für unterschiedliche Serienfertigungen möglich.


Ein weiteres Beispiel für die Integration mehrerer Bearbeitungsbearbeitungs-operationen auf einer Maschine kommt von der MAG IAS GmbH aus Göppingen. Mit der Specht 600 Duo wird eine CNC-Maschine mit doppelter Spindel und integrierter Hontechnologie vorgestellt, die insbesondere für die Motorenbearbeitung konzipiert wurde. Bisher werden für Honoperationen meist eigene Maschinen verwendet.


Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW), Frankfurt am Main