02/12/2013

ots, Wiesbaden

Tarifverdienste um 2,5 % höher als im Vorjahresquartal

Die tariflichen Monatsverdienste in Deutschland stiegen im dritten Quartal 2013 durchschnittlich um 2,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren die Anstiege am stärksten in den Bereichen Erziehung und Unterricht (+ 2,9 %), Öffentliche Verwaltung sowie Verarbeitendes Gewerbe (jeweils + 2,8 %). Berücksichtigt wurden tarifliche Grundvergütung sowie tariflich festgelegte Sonderzahlungen, wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 1,6 %.


In den einzelnen Branchen des verarbeitenden Gewerbes unterscheiden sich die durchschnittlichen Tariferhöhungen deutlich. Das kräftigste Tarifplus gab es im Berichtzeitraum in der Papierindustrie mit 3,7 %. Im Metallgewerbe waren es 3,4 %, im Fahrzeugbau 3,1 % und in der Textilbranche 2,3 %. In der chemischen Industrie stiegen die Tarifverdienste im dritten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahresquartal im Schnitt um 0,6 %. Die derzeit gültigen Tarifverträge in der chemischen Industrie sahen Tariferhöhungen um 4,5 % ab Sommer 2012 vor und haben eine Laufzeit von 19 Monaten. Im Jahr 2013 sind die tariflichen Grundvergütungen daher nicht gestiegen.


Die überdurchschnittlichen Anstiege in den Bereichen Erziehung und Unterricht und Öffentliche Verwaltung erklären sich unter anderem durch Nachzahlungen für die Beamtinnen und Beamten. Die niedrigsten Tariferhöhungen mit durchschnittlich + 1,7 % gab es im Bereich sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, wozu unter anderem die Vermittlung von Arbeitskräften sowie Wach- und Sicherheitsdienste zählen. Auch im Handel war das Tarifplus mit 1,9 % vergleichsweise niedrig. Zwar stiegen die Tarifverdienste im Großhandel um 3,0 %, im Einzelhandel aber nur um 0,4 %. Hier wirkt sich aus, dass die Tarifeinigung im Einzelhandel noch aussteht.


ots, Wiesbaden