08.12.2015

IG Metall, Berlin

Tarifergebnis für die ostdeutsche Stahlindustrie erzielt

Auch die 8 000 Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie erhalten ab dem 1. Januar 2016 2,3 % höhere Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen. Die Tarifkommission bestätigte am Freitag in Berlin die Einigung zwischen der IG Metall und den ostdeutschen Stahlarbeitgebern. Für die Monate November und Dezember 2015 gibt es eine Einmalzahlung von insgesamt 200 €. Die Auszubildenden erhalten einmalig 80 €. Der Tarifvertrag läuft bis zum 28. Februar 2017.


Der Tarifvertrag zur Altersteilzeit konnte verlängert werden. Damit können auch künftig 5 % der Beschäftigten ihren Übergang in die gesetzliche Rente in Altersteilzeit organisieren. Den Auszubildenden steht erstmalig eine Fahrtkostenerstattung für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Betrieb und Berufsschule zu. Nach Abzug eines Eigenanteils von 40 € im Monat werden darüber hinausgehende Kosten erstattet. Der Tarifvertrag Werkverträge wurde bis zum 28. Februar 2017 verlängert.


Olivier Höbel, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, sagte: „Das Ergebnis ist ein akzeptabler Kompromiss in einem schwierigen Umfeld der Stahlindustrie. Alle erhalten mehr Geld und der Anspruch auf Altersteilzeit hilft auch weiterhin, einen geordneten Ausstieg aus dem Berufsleben zu organisieren. Für die Auszubildenden ist die Fahrkostenerstattung eine sehr wichtige Entlastung und ein deutliches Plus im Portemonnaie.“


IG Metall, Berlin