21.02.2014

Arbeitgeberverband Gesamtmetall, Berlin

Tarifautonomie wieder ernst nehmen, statt nach dem Staat zu rufen

Gesamtmetall-Präsident Dr. Rainer Dulger forderte Gewerkschaften und Politik auf, die Tarifautonomie wieder ernst zu nehmen. "Die Tarifautonomie gerät unter Druck, wenn gefundene Tarifregelungen von Politik, Medien und von den Tarifvertragsparteien selbst nicht länger als abschließende Kompromisse akzeptiert werden", so Dr. Dulger auf dem Welt-Tarifforum am Abend in Berlin. "Wer aber kurzsichtig nach dem Staat ruft, statt seine grundgesetzlich zugewiesene Aufgabe zu erfüllen, gefährdet die Grundlagen der Tarifautonomie".


Die Tarifautonomie sei Kernbestandteil und wesentliche Säule unserer Sozialen Markwirtschaft, erklärte der Gesamtmetall-Präsident vor rd. 100 geladenen Gästen. Es gelte, sie wieder mit Leben zu füllen: "Diese Aufgabe können Arbeitgeber und Gewerkschaften, Unternehmen und Betriebsräte nur gemeinsam bewältigen. Nicht der Staat, sondern nur wir selbst können das schaffen. Zusammen."


Das Welt-Tarifforum 2014, das vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall veranstaltet wird, steht unter der Überschrift „Zwischen Verfassungsauftrag, Sonntagsrede und Meinungsmache – die Tarifautonomie im Spannungsfeld von Politik und Medien“. Dazu diskutierten am späten Nachmittag die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, der Erste Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, der Gesamtmetall-Vizepräsident und Vorsitzende von Südwestmetall, Dr. Stefan Wolf, und Olaf Gersemann, Ressortleiter Wirtschaft der Welt.


Arbeitgeberverband Gesamtmetall, Berlin