04.03.2016

BDSV, Düsseldorf

Stahlrecyclingindustrie trägt zum nachhaltigen Einsatz knapper Ressourcen bei

Die BDSV Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling und Entsorgungsunternehmen e. V. begrüßt das vorgestern von der Bundesregierung verabschiedete Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess II), das ein Denken in Stoffströmen aus einer Lebeszyklusperspektive beinhaltet und die gesamte globale Wertschöpfungskette von der Rohstoffgewinnung an berücksichtigt. Unser gesamtes Wirtschaften beruht auf dem Einsatz von natürlichen Rohstoffen. Die Ressourcen sind knapp, gleichzeitig steigt der Bedarf weltweit kontinuierlich an. Deutschland ist zudem bei Primärroh-stoffen von Importen abhängig. Vorrangiges Ziel ist es, natürliche Ressourcen zu schonen und die Umweltbelastungen auf ein Minimum zu reduzieren.


Dazu tragen die Mitgliedsunternehmen der BDSV entscheidend bei. Stahlschrott kann ohne Qualitätsverlust zu 100 % recycelt werden und steht auch in Zukunft in ausreichendem Maß zur Verfügung, denn rund 75 % des jemals produzierten Stahls sind heute noch in Gebrauch. Bei der Herstellung einer Tonne Stahl aus Stahlschrott wird der Abbau von 1,5 Tonnen Eisenerz vermieden und CO2-Emissionen von ebenfalls einer Tonne eingespart. Durch das Stahlrecycling werden in Deutschland jährlich mehr als 20 Mio. t CO2-Emissionen vermieden. Damit leisten Stahlrecycler einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele.


Die BDSV setzt darauf, dass die politischen Rahmenbedingungen erhalten bleiben, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Stahlrecyclingindustrie zu sichern. Ein künftiges Wertstoffgesetz mit einer Verstaatlichung der Schrotterfassung würde dem z.B. eindeutig entgegenwirken.


BDSV, Düsseldorf