10.11.2015

Wirtschaftsvereinigung Stahl, Düsseldorf

Stahlkonjunktur im Herbst 2015 rückläufig

Die Walzstahlbestellungen sind im dritten Quartal um 11 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf knapp 8,1 Mio. t Walzstahl gesunken. Zudem sind auch die Auftragsbestände zurückgegangen. Die Mengenkonjunktur hat damit einen Rückschlag erlitten.


Ursächlich für diesen Dämpfer war in erster Linie der schwache Auftragseingang aus dem Ausland. Dies gilt vor allem für die Bestellungen aus den Dritten Ländern, die in den ersten neun Monaten um 20 % schrumpften. Stützend wirkten hingegen mit einem Plus von 3 % die Order aus der übrigen EU-28. Die Inlandsaufträge sanken im dritten Quartal das fünfte Mal in Folge, kumuliert bis September unterschreiten sie den vergleichbaren Vorjahreswert um 6 %.


Angesichts einer nach wie vor stabilen Konjunktur bei den Stahl verarbeitenden Branchen dürfte der Rückgang bei den Auftragseingängen Walzstahl vor allem auf Lagereffekte zurückzuführen sein. Offensichtlich sind die Lagerdispositionen bei Händlern und Verarbeitern von großer Zurückhaltung geprägt angesichts der aktuellen deflationären Entwicklungen auf den Märkten und eines wachsenden Importdrucks. Anhaltende geopolitische und gesamtwirtschaftliche Risiken bedeuten zusätzliche Unsicherheiten für die Stahlkonjunktur.


Wirtschaftsvereinigung Stahl, Düsseldorf