22.11.2013

Schmolz + Bickenbach AG, Emmenbrücke

Solides operatives Ergebnis in anspruchsvollem Marktumfeld erreicht

Die an der Schweizer Börse kotierte Schmolz + Bickenbach AG, ein weltmarktführendes Unternehmen für Spezialstahl (u.a. Werkzeugstahl; Rost-, säure- und hitzebeständiger (RSH-)Stahl; Edelbaustahl), konnte in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld ein solides operatives Ergebnis erzielen. Das bereinigte Ebitda lag im dritten Quartal 2013 mit 39,8 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert von 20,6 Mio. €, aber saisonal bedingt unter den ersten beiden Quartalen 2013. Für die ersten drei Quartale 2013 wurde ein bereinigtes Ebitda von 135,8 Mio. € (1.1.–30.9.2012: 152,4 Mio. €) erreicht.


Während in der ersten Jahreshälfte der Absatz noch deutlich unter den Vorjahreswerten lag, konnte dieser im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,6% auf 500 Kilotonnen (Q3 2012: 469 Kt) gesteigert werden. Der Umsatz sank hingegen um 5,7% auf 784,2 Mio. € (Q3 2012: 832,0 Mio. €), was im Wesentlichen auf die niedrigeren Rohmaterialpreise, die über Schrott- und Legierungszuschläge an die Kunden weiterbelastet werden, zurückzuführen ist. In den ersten drei Quartalen 2013 sind der Absatz um 40 Kilotonnen bzw. 2.5% auf 1 563 Kilotonnen (1.1.–30.9.2012: 1 603 Kt) und der Umsatz um 10,1% auf 2 524,7 Mio. € (1.1.–30.9.2012: 2 806,9 Mio. €) zurückgegangen. Der Auftragsbestand per 30. September 2013 beläuft sich auf 410 Kilotonnen (31.12.2012: 351 Kt, 30.9.2012: 337 Kt) und liegt damit deutlich über dem des dritten Quartals 2012.


Der Nettofinanzaufwand des dritten Quartals 2013 ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 39,3% bzw. 7,9 Mio. € auf 28,0 Mio. € (Q3 2012: 20,1 Mio. €) angestiegen. Für die ersten drei Quartale 2013 betrug der Nettofinanzaufwand 73,0 Mio. €. Unterm Strich fiel im dritten Quartal 2013 ein Konzernverlust von 25,6 Mio. € (Q3 2012: Konzernverlust von 43,0 Mio. €) und in den ersten neun Monaten 2013 von 44,5 Mio. € (1.1.-30.9.2012: Konzernverlust von 27,2 Mio. €) an.


Die eingeleiteten Restrukturierungs- und Kosteneinsparungsprogramme werden weiterhin konsequent umgesetzt. Neben bereits in 2012 eingeleiteten Kosteneinsparungen werden künftig auch die Effekte aus dem neuen Ergebnisverbesserungsprogramm 2016 greifen. In den ersten neun Monaten 2013 reduzierte sich der Personalaufwand um 6,8% auf 438,6 Mio.  € (1.1.-30.9.2012: 470,4 Mio. €).


Ausblick: Das Unternehmen ist mit einem zufriedenstellenden Auftragsbestand in das vierte Quartal gestartet, der Auftragseingang ist weiterhin stabil. Aufgrund der gesunkenen Rohmaterialpreise, die in Form von Zuschlagssätzen an die Kunden weiter berechnet werden, sowie weiter unter Druck stehenden Basispreisen erwartet das Unternehmen für das Gesamtjahr nunmehr um 6–8% unter dem Vorjahr liegende Umsatzerlöse. Beim Absatz hingegen werde das Vorjahresniveau erreicht oder sogar leicht übertroffen. Für das bereinigte Ebitda wird vor dem Hintergrund des niedrigeren Preisniveaus nunmehr ein Wert innerhalb einer Bandbreite von 155-175 Mio. € erwartet. Die Investitionen werden, nach Abzug von staatlichen Förderungsbeträgen, leicht unter 100 Mio. € liegen.


Schmolz + Bickenbach AG, Emmenbrücke