08/05/2014

Siemens AG, München

Siemens und Mitsubishi Heavy Industries bilden Joint Venture

Siemens und Mitsubishi Heavy Industries (MHI) wollen auf dem Gebiet der metallurgischen Industrie kooperieren und bilden einen global agierenden Komplettanbieter für Anlagen, Produkte und Dienstleistungen für die Eisen-, Stahl- und Aluminiumindustrie. In einem herausfordernden Marktumfeld mit hohem Preisdruck bündeln die Unternehmen ihre Kräfte und formen ein schlagkräftiges und global aufgestelltes Gemeinschaftsunternehmen. Ein entsprechender Vertrag wurde jetzt unterzeichnet. Demnach werden MHI 51 % und Siemens 49 % an dem Joint Venture halten. Vorbehaltlich der Zustimmung der entsprechenden Behörden soll das Gemeinschaftsunternehmen im Januar 2015 seinen Betrieb aufnehmen.


Beide Partner bringen ihre metallurgischen Industriegeschäfte in das Joint Venture ein. In das neue Gemeinschaftsunternehmen wird das Joint Venture Mitsubishi-Hitachi Metals Machinery, Inc. (MH) eingebracht – ein von MHI konsolidiertes Unternehmen mit den Anteilseignern Hitachi, Ltd. und IHI Corporation. Siemens und MHI ergänzen sich in idealer Weise sowohl hinsichtlich Produktportfolio, Fertigungs-Know-how als auch ihrer geografischen Präsenz. Das neue Gemeinschaftsunternehmen mit rd. 9 000 Mitarbeitern wird sich vollständig auf das Geschäft mit der Eisen-, Stahl- und Aluminiumproduzierenden Industrie konzentrieren. Die Strukturen sind schlank, den globalen Markterfordernissen und dem internationalem Wettbewerbsumfeld angepasst. Durch die Bündelung der Kompetenzen entsteht ein schlagkräftiges Gemeinschaftsunternehmen, das Marktschwankungen besser begegnen kann.


Die Firmenzentrale des Gemeinschaftsunternehmens wird in Großbritannien sein. Im Rahmen des Vertrags wurden Liefervereinbarungen für die Divisionen Industry Automation und Drive Technologies von Siemens getroffen.


Regional hat sich der Stahlmarkt insgesamt stark nach Asien verschoben. Mehr als 50 % der Weltstahlproduktion findet in China statt, mit wachsendem Wettbewerb auch durch lokale Technologieanbieter. Durch die Kombination der Kompetenzzentren von Siemens Metals Technologies in Mitteleuropa mit denen von MHI in Asien verfügt das Gemeinschaftsunternehmen über eine sehr gute regionale Aufstellung.


Das jeweilige Portfolio beider Partner ergänzt sich ideal. Während die technologischen Stärken von Siemens Metals Technologies vor allem in der Eisen- und Stahlerzeugung, beim Stranggießen, bei der Automatisierungstechnik und bei Umwelttechnologien sowie im Lifecycle Service liegen, zeigt sich die Technologiestärke von MHI insbesondere im Warm- und Kaltwalzen sowie bei den Bandbehandlungslinien und in deren Fertigungskompetenz. Mit der Kombination beider Portfolien wird das Gemeinschaftsunternehmen seinen Kunden die gesamte Wertschöpfungskette in der Eisen-, Stahl- und Aluminiumherstellung, von Technologien für die Rohstoffverarbeitung bis hin zur Oberflächenveredlung am Ende des Produktionsprozesses sowie entsprechende Lifecycle-Servicekompetenzen anbieten können.


Siemens AG, München