25.10.2013

Siemens Metals Technologies, Linz

Siemens modernisiert Kühlstrecke im Warmwalzwerk Nr. 2

Siemens Metals Technologies hat den Auftrag erhalten, die Laminarkühlstrecke im Warmwalzwerk Nr. 2 der Wuhan Iron & Steel Co. Ltd. (Wisco) im chinesischen Wuhan zu modernisieren. Dazu werden neue Power-Cooling-Kühlbalken installiert, ein Teil der Laminarkühlbalken durch Turbo-Laminar-Cooling-Kühlbalken ersetzt und das Kühlmodell auf den neuesten Stand gebracht. Die damit erreichbaren höheren Kühlraten erlauben es Wisco, zusätzliche Stahlgüten zu produzieren, insbesondere für die Automobilindustrie und den Pipelinebau. Gleichzeitig kann aufgrund der verbesserten Bandkühlung der Einsatz teurer Legierungsmittel reduziert werden. Die Modernisierung des Kühlsystems soll im Februar 2015 abgeschlossen sein.


Das 2003 in Betrieb gegangene Warmwalzwerk Nr. 2 von Wisco in Wuhan, Provinz Hubei, ist mit einer Produktionskapazität von 5,6 Mio. t Warmband pro Jahr eine der leistungsfähigsten Anlagen Chinas. Es erzeugt Bänder mit Breiten zwischen 700 und 2 130 mm und einem Dickenspektrum zwischen 1,2 und 25,4 mm. Die Anlage ist mit einer auf dem Anlagenkonzept Siroll HM aufgebauten Automatisierungslösung von Siemens ausgerüstet. Ein Upgrade des Prozessleitsystems Simatic PCS7 wurde 2012 durchgeführt.


Um Wisco in die Lage zu versetzen seine Marktposition bei neuen hochfesten Stahlgüten und API(American Petroleum Institut)-Güten wie X100 weiter auszubauen, installiert Siemens direkt hinter der Fertigstraße Power-Cooling- Kühlbalken und ersetzt in der Laminarkühlstrecke einen Teil der vorhandenen Kühlbalken durch Turbo-Laminar-Cooling-Kühlbalken. Zur Steuerung der Kühlstreckenaktuatoren wird das existierende Prozessmodell der Kühlstrecke durch ein neues Kühlmodell mit erweiterter Funktionalität ersetzt.


Die neuen Ausrüstungen bieten Wisco deutlich höhere Kühlraten als bisher und erlauben die Produktion von Materialien, für die ein sehr schnelles frühes Kühlen erforderlich ist. Aufgrund der erzielbaren Kühlraten kann für bestimmte Materialien die Zugabe von teuren Legierungselementen reduziert werden. Mit dem neuen Kühlmodell werden eine große Regelgenauigkeit und engere Temperaturtoleranzen erreicht. Dies sorgt für homogene Materialeigenschaften. Die Kühlung lässt sich flexibel an die jeweils produzierte Stahlgüte anpassen.


Siemens Metals Technologies, Linz