27.11.2014

Siemens AG, Nürnberg

Siemens forciert Digitalisierung der Industrieautomatisierung

Mit dem Ausbau seines integrierten Angebots an Hard- und Software sowie Services treibt Siemens die Digitalisierung der Industrieautomatisierung voran. „Siemens hat die Digitalisierung als stärksten Wachstumshebel für die Industrie frühzeitig erkannt und sein Portfolio konsequent zu einem durchgängigen und integrierten Angebot entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette ausgebaut. Damit können wir Unternehmen in unterschiedlichen Branchen aktiv bei der Optimierung und Entwicklung ihrer Geschäftsmodelle unterstützen und unseren Kunden wichtige Wettbewerbsvorteile bieten“, sagte Klaus Helmrich, Vorstand der Siemens AG, auf der Messe SPS IPC Drives 2014.


Siemens hat sein Portfolio in den letzten Jahren konsequent entlang der industriespezifischen Wertschöpfungsketten ausgerichtet und die Digitalisierung seines Angebots gezielt um PLM-Software, das Engineering Framework TIA Portal sowie die Plant Data Services erweitert. Auf diese Weise deckt das Unternehmen den gesamten Produkt- und Produktions-Lifecycle seiner Kunden ab.


Als entscheidenden Erfolgsfaktor für die Digitalisierungsstrategie von Siemens im Industriegeschäft benannte Helmrich die Verknüpfung der Industriesoftware und des digitalen Angebots mit der traditionell starken Aufstellung des Unternehmens bei der Elektrifizierung, Automatisierung und Antriebstechnik. So stellt Siemens zur diesjährigen Messe SPS IPC Drives mehr als 100 unterschiedliche Produkte und Technologien aus und präsentiert über 20 Produktinnovationen. „Wir können Industrieunternehmen aus einer Hand Lösungen für eine zuverlässige Stromversorgung über leistungsstarke Automatisierung und Antriebstechnik bis hin zu Industriesoftware und datenbasierten Services liefern. Wir wissen, wie sich Produktivität, Effizienz und Qualität von Fabriken und Anlagen steigern lässt. Ebenso wissen wir, wie Unternehmen eine flexible Fertigung aufbauen können, um die zunehmende Nachfrage nach individualisierten Produkten zu bedienen. Dieses Potenzial wollen wir im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung gemeinsam mit unseren Kunden in der Industrie voll ausschöpfen“, so Helmrich.


Neben der Digitalisierung will Siemens seine Position durch eine gezieltere, branchenspezifischere Ansprache von Industrieunternehmen stärken. Ausgangspunkt sind die unterschiedlichen Erfordernisse der diskreten und Prozessindustrien. Hierfür wurden im Rahmen des Unternehmensprogramms Siemens Vision 2020 zum Oktober 2014 Kompetenzen und Technologien stärker in zwei neuen Divisionen gebündelt.


Für Kunden der diskreten Industrien wie Automotive und Aerospace sowie des Werkzeugmaschinenbaus stehen kurze Entwicklungszyklen, hohe Produktivität und große Flexibilität der Fertigung im Vordergrund. Die Division Digital Factory verfügt hierfür über ein integriertes Angebot aus Hard- und Softwareprodukten entlang der Wertschöpfungskette von Design und Planning über Engineering und Execution bis hin zu Services, mit dem sich Produkteinführungszeiten verkürzen und die Effizienz der Produktion erhöhen lassen. „Unser durchgängiges Angebot deckt die einzelnen Arbeitsschritte der Wertschöpfungskette ab und vereint die reale und virtuelle Welt. Auf diese Weise verbessern wir den Workflow unserer Kunden nicht nur punktuell, sondern schöpfen das gesamte Optimierungspotenzial aus“, sagte Ralf-Michael Franke, CEO der Business Unit Factory Automation der Division Digital Factory. „Die Bedeutung von Industriesoftware wird beständig zunehmen. Vor allem in den vorgelagerten, virtuellen Schritten lassen sich mit PLM-Software erhebliche Produktivitätszuwächse generieren – etwa bei Produkt-Design und Simulation der Fertigung. Durch die Digital Enterprise Platform verbinden wir diese virtuelle Sphäre mit den nachgelagerten produktionsnahen Schritten des Engineerings und der Execution, in denen wir durch unser Konzept der Totally Integrated Automation (TIA) bereits ein hohes Maß an Durchgängigkeit erreicht haben.“


Siemens AG, Nürnberg