03.12.2013

Siemens AG, München

Siemens entwickelt Turboverdichter für Kokereianwendungen weiter

Siemens Energy hat den Turboverdichter STC-SOL für Anwendungen in der Kokerei-Industrie weiterentwickelt. Ab sofort sorgen ein überarbeitetes Maschinenkonzept sowie eine neue Laufradtechnologie für eine effektivere Anlagenauslegung um bis zu 15 %. Durch den höheren Wirkungsgrad sinken die Energiekosten, die eine wesentliche Komponente der Betriebskosten darstellen, deutlich. Zudem hat Siemens die Zahl der Gehäusebauteile der Gesamtmaschine signifikant reduziert. Der neue Turboverdichter STC-SOL ist ab sofort kommerziell verfügbar.


Der einstufige Radialverdichter STC-SOL verbindet bewährte Siemens-Technologien bestehender Verdichterserien mit einem neuartigen Design. Die modernisierte Laufradgeometrie hat sich bereits in anderen Anwendungen mit belasteten Gasen, wie beispielsweise in der Schwefelindustrie, vielfach bewährt. Der Saugkasten und das Spiralgehäuse des Verdichters werden künftig aus einem Gussteil gefertigt. Dadurch sinkt die Zahl der Bauteile, da keine zusätzlichen Übergangstücke mehr benötigt werden. Siemens konnte die Anzahl der Gehäusebauteile von insgesamt sieben auf zwei reduzieren und erhöht damit weiter den Sicherheitsgrad der Gesamtmaschine. Denn dadurch weist der Verdichter weniger Dichtflächen auf, was insbesondere in der Kokerei-Technik, aufgrund verunreinigter und toxischer Prozessgase, eine wichtige Rolle spielt. Die bewährte horizontale Teilung des Verdichtergehäuses sorgt zudem für geringe Stillstandzeiten bei der Wartung der Anlage, dank der neuen kompakten Gehäusebauweise. Der STC-SOL-Verdichter wurde am Entwicklungs- und Fertigungsstandort in Frankenthal konstruiert.


Siemens AG, München