22.04.2014

Rehm GmbH u. Co. KG Schweißtechnik, Uhingen

Schweißen mit Impulslichtbogen von Rehm vorgestellt

Dank neuer MIG/MAG-Schweißprozesse kann jetzt auch Stahl äußerst wirtschaftlich impulsgeschweißt werden. Während bisherige Impulslichtbogen zu viel Wärme in das Werkstück einbrachten, ist bei den neuen RehmProzessen dieser Energieeintrag deutlich geringer. Der Rehm-eigene Focus.Puls-Prozess ist bis zu 30 % schneller, braucht bis zu 30 % weniger Energie und produziert 30 % weniger Schweißrauch. Das haben konkrete Produktionsaufgaben in der Praxis gezeigt. So konnte der Fahrzeugtechnik-Entwickler Greiner GmbH pro Schweißarbeitsplatz einen vierstelligen Eurobetrag einsparen und dabei die Produktivität um 15 % steigern.


Beim Lichtbogenschweißen im Leistungsbereich von 10 bis 14 m/min (Schutzgas Ar/CO2 82/18) werden die für die Schweißaufgabe geforderten a-Maße häufig überschritten. Ursache ist oft ein langer Lichtbogen, durch den die Schmelze bei hohen Schweißgeschwindigkeiten nur schlecht beherrschbar ist, woraufhin der Schweißer die Geschwindigkeit automatisch reduziert. Das Resultat ist eine zu große Wärmeeinbringung, unnötiger Einsatz von Zusatzwerkstoff sowie deutlich längere Arbeitszeiten.


Beim Focus.Puls-Prozess stellt sich hingegen ein sehr kurzer Lichtbogen ein, wodurch die Schmelze auch bei hohen Schweißgeschwindigkeiten sehr gut beherrschbar bleibt. Somit ist der Schweißer viel besser in der Lage, das geforderte a-Maß einzuhalten und hat dennoch die Gewissheit, dass der Wurzelpunkt und die Flanken sicher aufgeschmolzen werden. Das heißt: Trotz der bei diesem Schweißprozess reduzierten Wärmeeinbringung ist die Geschwindigkeit höher. Praxistests haben gezeigt, dass mit dem Verfahren im Vergleich zum konventionellen Sprühlichtbogen bei gleich eingestellter Drahtvorschubgeschwindigkeit bis zu 15 % schneller geschweißt werden kann.


Mit dem Prozess kann der Anwender bei gleicher Geschwindigkeit mit bis zu 30 % weniger Lichtbogenleistung schweißen und verbraucht entsprechend rd. 30 % weniger Energie. Wenn es die Schweißaufgabe erfordert, kann der Schweißer aber auch bis zu 30 % schneller schweißen, ohne dabei den Energiebedarf im Vergleich zu einem konventionellen Sprühlichtbogen zu erhöhen. Diese Flexibilität ist laut Firmenangaben auf dem Markt bislang einzigartig.


Beim Arbeiten mit Focus.Puls entsteht bei gleichem Drahtvorschub (10 m/min) über 50 % weniger Rauch im Vergleich zu konventionellen Sprühlichtbogen von Wettbewerbsgeräten. Bei einem gesteigerten Drahtvorschub von 12 m/min werden sogar über 60 % weniger Schadstoffe freigesetzt. Diese deutlich geringere Schadstoffemission beim Schweißen mit der neuen Mega.Puls Focus konnte die Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft Fügetechnik GmbH wissenschaftlich nachweisen: Ein Vorteil für alle Metallverarbeiter, die sich beim Thema Arbeitsschutz nicht mehr mit marktüblichen Standardwerten zufrieden geben wollen.


Drei Monate lang hat der Fahrzeugtechnik-Entwickler Greiner GmbH mit Sitz in Neuenstein die neue Mega.Puls Focus mit bisher verwendeten Schweißstromquellen in der alltäglichen Praxis verglichen. Das Ergebnis: Produktion gesteigert und Kosten eingespart. Bei gleich eingestellter Drahtvorschubgeschwindigkeit konnten die Schweißer der Firma Greiner mit dem Schweißprozess rd. 15 % schneller schweißen als bisher und problemlos einen deutlich höheren Drahtvorschub erreichen.


Rehm GmbH u. Co. KG Schweißtechnik, Uhingen