07/08/2014

Schuler AG, Göppingen

Schuler wächst mit neuen Produkten

Der Pressenhersteller Schuler hat mit neuen Produkten und dank einer hohen Nachfrage in Asien und Amerika in den ersten sechs Monaten zugelegt. Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,5 % auf 554,6 Mio. €. Auch das Konzernergebnis konnte das Unternehmen im ersten Halbjahr aufgrund eines besseren Zinsergebnisses um 10,1 % auf 25,1 Mio. € erhöhen. Das operative Betriebsergebnis (Ebita) belief sich auf 39,6 Mio. €, die Ebita-Marge beträgt 7,3 %. Aufgrund des bisher guten Geschäftsverlaufs erhöhte der Anlagenbauer die Umsatz- und Ergebnisprognose. Demnach erwartet Schuler für das Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz zwischen 1,1 und 1,2 Mrd. € bei einer Ebita-Marge von 7 bis 8 %.


Bisher rechnete das Unternehmen mit einem Umsatz von rd. 1,1 Mrd. € und einer Ebita-Marge von 6 bis 7 %. Zur Jahresmitte lag der Umsatz mit 540,2 Mio. € projektbedingt noch leicht unter dem Vorjahr. Der Auftragsbestand von rd. 1,1 Mrd. € sichert Schuler die Auslastung bis ins Jahr 2015.


„Mit zwei Großaufträgen für die Lieferung von Spiralrohranlagen für Pipelines und mehreren Aufträgen für Servopressen der neuesten Bauart haben wir erfolgreich neue Kunden und Märkte erschlossen“, sagte Schuler-Vorstandschef Stefan Klebert bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. Schuler hat in den vergangenen Jahren die Internationalisierung des Konzerns stark vorangetrieben. So entstand in Dalian, China, ein großes Produktionswerk. In der nordchinesischen Hafenstadt Tianjin befindet sich derzeit ein Vorführzentrum im Bau. „Wir verzeichnen eine gute Projektaktivität. In unseren Märkten wird investiert und wir haben weltweit zunehmend eine stärkere Position“, erklärte Klebert weiter. „Wir sind daher zuversichtlich, unsere erhöhten Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen, sofern sich die Rahmenbedingungen nicht deutlich verschlechtern“, blickte er in Zukunft.


Schuler erzielte im ersten Halbjahr einen positiven operativen Cashflow von 60,9 Mio. € nach -9,0 Mio. im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg geht auf den verstärkten Abbau des Net Working Capital zurück. Im gleichen Zeitraum verbesserte sich der Nettofinanzstatus von 214,6 auf 323,7 Mio. €. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund der Ertragsentwicklung um 6,6 % auf 295,3 Mio. €. Die Eigenkapitalquote erreichte mit 29,2 % nahezu die 30%-Marke.


Ende Juni 2014 beschäftigte Schuler weltweit 5 470 Mitarbeiter. Dies sind 1,8 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang um 98 Beschäftigte fand planmäßig in Deutschland (4 220 Mitarbeiter zum 30. Juni 2014) statt und konnte durch altersbedingte Austritte und natürliche Fluktuation erreicht werden.


Im Rahmen seines umfangreichen Investitionsprogrammes hatte Schuler im Juni 2014 in Erfurt ein neues Großbohrwerk in Betrieb genommen. Mit einem Volumen von über 6 Mio. € war dies die bislang größte Einzelinvestition des Konzerns am thüringischen Standort. „Dadurch steigen die Produktivität und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Erfurt deutlich“, so Klebert.


Schuler AG, Göppingen