27.06.2014

Schuler AG, Gemmingen

Schuler präsentiert neue Generation von Robotern für Pressenautomation

Die Crossbar-Roboter von Schuler kommen zum Einsatz, wenn Teile innerhalb einer Pressenlinie von einer Stufe zur nächsten transportiert werden sollen: Sie entnehmen dem Werkzeug bis zu vier Teile gleichzeitig, positionieren sie gegebenenfalls neu und legen sie auf direktem Weg in das folgende Werkzeug. Mit dem Crossbar Roboter 4.0 hat Schuler an seinem Standort Gemmingen unter dem Motto „Connect for success“ die vierte Generation präsentiert.


Außer mit seinem funktionalen Design dürfte die Neuentwicklung vor allem mit seiner Ausbringungsleistung überzeugen: „Bis zu 15 Teile pro Minute kann der Crossbar Roboter 4.0 transportieren und ist damit so schnell wie nie“, verdeutlicht Schuler-Geschäftsführer Lothar Fischer. „Zusammen mit dem Crossbar Feeder zur Automation von Servopressenlinien setzen wir damit neue Maßstäbe in Sachen Geschwindigkeit.“ Der einfach zu programmierende Crossbar-Roboter eignet sich ideal zur Automation von konventionellen mechanischen und hydraulischen Pressenlinien – auch als Be- und Entlader – sowie zur Nachrüstung bestehender Anlagen.


Einen regelrechten Geschwindigkeitsschub brachten dem Crossbar-Roboter dabei ein modifizierten Fahrantrieb mit zwei Motoren und neuer Übersetzung – und eine drastische Gewichtsreduzierung: Auch weil der „künstliche Arm“ nun nur noch die Hälfte auf die Waage bringt, ist er um 20 % dynamischer geworden. Die maximale Traglast inklusive Tooling ist dennoch bei 90 kg geblieben. Dank eines neuartigen Energiemanagements mit integrierter Energierückgewinnung steigt die Energieeffizienz ebenfalls um 20 %.


Schuler stellte den Crossbar Roboter 4.0 im neuen „Automation TechCenter“ in Gemmingen vor, in dem sich Kunden von der Innovation ein eigenes Bild machen können. In der ganzjährig geöffneten Versuchsanlage lassen sich Abläufe kundenspezifisch simulieren – vom Pressenabstand über den Werkzeugaufbau bis hin zur Stößelbewegung.


Dadurch, dass der Crossbar-Roboter an einer hängenden Fahrbahn unter der Decke montiert ist, kann er einen Pressenabstand von bis zu 10 m abdecken. Vor allem bei älteren Linien ist der Abstand so groß, um Platz für eine Ablagestation zu lassen. Diese ist beim Crossbar-Roboter nun nicht mehr erforderlich, weil er die Teilelage bei Bedarf noch in der Luft oder im Werkzeug ändern kann. „Damit ersetzt er nicht nur zwei Altgeräte und vergrößert den Platz für Wartungsarbeiten in der Pressenlücke, sondern steigert auch die Ausbringungsleistung wesentlich“, fasst Lothar Fischer zusammen.


Schuler AG, Gemmingen