28.05.2014

Schmolz + Bickenbach AG, Emmenbrücke

Schmolz + Bickenbach erreicht wieder positives Konzernergebnis

Die an der Schweizer Börse kotierte Schmolz + Bickenbach AG, ein weltmarktführendes Unternehmen für Spezialstahl (u.a. Werkzeugstahl; Rost-, säureund hitzebeständiger (RSH-)Stahl; Edelbaustahl) konnte im ersten Quartal 2014 in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld wieder ein deutlich positives Konzernergebnis erzielen. Im Vorjahresvergleichsquartal und im Gesamtjahr 2013 wurden noch Verluste ausgewiesen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2013 verbesserte sich der Absatz um 51 Kilotonnen bzw. 9.6% auf 581 Kilotonnen (1.1.–31.3.2013: 530 Kilotonnen) und stieg der Umsatz um 4.2 Mio. € bzw. 0.5% auf 871.6 Mio. € (1.1.–31.3.2013: 867.4 Mio. €).


Das im Vergleich zum Absatz geringere Umsatzwachstum erklärt sich im Wesentlichen mit den gegenüber dem ersten Quartal 2013 niedrigeren Rohmaterialpreisen, die über Schrott- und Legierungszuschläge an die Kunden weitergegeben werden, und einem niedrigen Preisniveau bei den Basispreisen. Im Vergleich zum vierten Quartal 2013 ist ein Anstieg der Legierungspreise, hauptsächlich beim Nickel, und anhaltender Preisdruck bei den Basispreisen zu verzeichnen.


Die Auftragseingänge verzeichneten im ersten Quartal 2014 weiteren Zuwachs und knüpften an den Aufwärtstrend aus dem Vorjahr an. Der zum 31. März 2014 erreichte Auftragsbestand von 571 Kilotonnen lag um 26.3% über dem Wert zum 31. Dezember 2013 (452 Kilotonnen) und um 36.9% über dem Wert zum 31. März 2013 (417 Kilotonnen). Die sich bereits in 2013 abzeichnende positive Entwicklung der prozentualen Bruttomarge konnte auch in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2014 mit 34.1% (1.1.–31.3.2013: 31.8%, 1.1.-31.12.2013: 32.2%) fortgesetzt werden.


Das betriebliche Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) lag mit 63.8 Mio. € (1.1.–31.3.2013: 46.6 Mio. €) um 17.2 Mio. € bzw. 36.9% über dem Vorjahreswert. Das um Restrukturierungsaufwand und andere Sondereffekte bereinigte Ebitda betrug 65.6 Mio. € (1.1.–31.3.2013: 47.2 Mio. €), die bereinigte Ebitda-Marge lag bei 7.5% (1.1.–31.3.2013: 5.4%).


Infolge des Schuldenabbaus durch die im vierten Quartal 2013 zugeflossenen Mittel aus der Kapitalerhöhung und verbesserter Zinskonditionen sank der Netto-Finanzaufwand in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 31.2% bzw. 6.8 Mio. € auf 15.0 Mio. € (1.1.–31.3.2013: 21.8 Mio. €). Auch die Nettoverschuldung konnte trotz anziehenden Geschäfts gegenüber dem 31.12.2013 von 610.1 Mio. € um 60.9 Mio. € auf 549.2 Mio. € weiter zurückgeführt werden.


Das Ergebnis vor Steuern (EBT) fiel mit 19.0 Mio. € um 23.5 Mio. € höher als im Vorjahreszeitraum aus. Das Konzernergebnis (EAT) lag mit 12.4 Mio. € um 20.1 Mio. € über dem Vorjahreswert und damit erstmals seit dem ersten Quartal 2012 wieder im positiven Bereich.


Schmolz + Bickenbach bleibt weiterhin vorsichtig optimistisch für das Geschäftsjahr 2014. Der im ersten Quartal 2014 erreichte Auftragsbestand von 571 Kilotonnen wird eine gute Auslastung im zweiten und zu Beginn des dritten Quartals 2014 sichern. Die Basispreise scheinen einen Boden erreicht zu haben, von dem aus einzelne Preiserhöhungen möglich sein sollten. Eine flächendeckende Anhebung der Basispreise wird aktuell jedoch nicht erwartet.


Schmolz + Bickenbach AG, Emmenbrücke