21.11.2014

Schmolz + Bickenbach AG, Emmenbrücke

Schmolz + Bickenbach bestätigt Aufwärtstrend im dritten Quartal

Die an der Schweizer Börse kotierte Schmolz + Bickenbach AG, ein Unternehmen für Spezialstahl-Langprodukte (u.a. Werkzeugstahl; Rost-, säure- und hitzebeständiger (RSH-)Stahl; Edelbaustahl), konnte im dritten Quartal 2014 in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld den operativen Aufwärtstrend bestätigen. Das bereinigte Ebitda stieg um 50,8 % auf € 60,0 Mio. (Q3 2013: € 39,8 Mio.). Auch unter dem Strich schreibt das Unternehmen schwarze Zahlen. Das Konzernergebnis betrug € 10,6 Mio., nachdem im dritten Quartal 2013 ein Verlust von € 25,6 Mio. ausgewiesen wurde.


Nachdem Schmolz + Bickenbach im ersten Quartal 2014 besonders hohe Auftragseingänge verzeichnen konnte, normalisierten sich diese im zweiten und dritten Quartal in etwa auf Vorjahresniveau. Für die ersten neun Monate konnten die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum damit um insgesamt 9,4% gesteigert werden. Der zum 30. September 2014 erreichte Auftragsbestand von 498 Kilotonnen lag zwar unter den Werten der beiden Vorquartale, konnte den Auftragsbestand zum 30. September 2013 (410 Kilotonnen) jedoch um 21,5% übertreffen.


Im dritten Quartal 2014 betrug die Absatzsteigerung gegenüber dem Vorjahresquartal 1,8%. Insgesamt ergab sich ein Absatz in Höhe von 509 Kilotonnen (Q3 2013: 500 Kilotonnen). Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahresquartal erheblich höheren Legierungszuschläge konnte im dritten Quartal erstmals im laufenden Jahr der Quartalsumsatz um 5,0% auf € 823,5 Mio. (Q3 2013: € 784,2 Mio.) erhöht werden.


Im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres erzielte Schmolz + Bickenbach einen um 5,4% höheren Absatz von 1 647 Kilotonnen (1.1.–30.9.2013: 1 563 Kilotonnen), während der Umsatz um 1.1% auf € 2 553,1 Mio. (1.1.–30.9.2013: € 2 524,7 Mio.) gesteigert werden konnte. Das im Vergleich zum Absatz geringere Umsatzwachstum erklärt sich im Wesentlichen durch den anhaltenden Preisdruck bei den Basispreisen und die zumindest in den ersten beiden Quartalen des laufenden Jahres niedrigeren Legierungszuschläge. Des Weiteren entwickelten sich die für das Unternehmen wesentlichen Währungskursverhältnisse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum negativ. Bereinigt um Währungskurseffekte hätte der Umsatz den Vorjahreswert der ersten neun Monaten um 1.9% übertroffen.


Trotz der eingetrübten konjunkturellen Aussichten bleibt Schmolz + Bickenbach weiterhin vorsichtig optimistisch für das Geschäftsjahr 2014. Der im dritten Quartal 2014 erreichte Auftragsbestand von 498 Kilotonnen wird dem Unternehmen eine gute Auslastung im vierten Quartal 2014 sichern. Nicht zu vernachlässigende Einflussfaktoren auf das Gesamtergebnis 2014 werden jedoch das Bestellverhalten der Kunden zum Jahresende hin sowie die weitere Entwicklung der Rohmaterialpreise, insbesondere bei Nickel, sein. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen nunmehr Absatzmengen, die 4%–5% (vorher 2%–5%) über denen des Vorjahres von 2 054 Kilotonnen liegen werden.


Schmolz + Bickenbach AG, Emmenbrücke