19.12.2013

Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV), Düsseldorf

Schlag gegen Stahlindustrie würde auch Recycler bedrohen

Der Präsident der BDSV Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen, Heiner Gröger, macht darauf aufmerksam, dass ein Wegfallen der Härtefallregelungen bei den EEG-Umlagenzahlungen auch unabsehbare Folgen für die Recyclingwirtschaft haben würde. „Würde die deutsche Stahlindustrie in Zukunft ihrer Konkurrenzfähigkeit beraubt, bedrohte dies auch die Existenz der zahlreichen meist mittelständischen Unternehmen, die den Stahlwerken Schrott als wichtigsten Sekundärrohstoff liefern“, erklärte Gröger. Von den Recyclingunternehmen haben die deutschen Stahlwerke von Januar bis September 2013 gut 11 Mio. t Stahlschrott zugekauft. Die Stahlrecyclingwirtschaft beschäftigt zurzeit rd. 39.000 Mitarbeiter.


Gröger nimmt auf das beihilferechtliche Prüfverfahren zum Erneuerbare-Energien-Gesetz Bezug, das die EU-Kommission heute gegen Deutschland eröffnet hat. Auf die stromintensiven Betriebe, so insbesondere auch auf die Stahlwerke, würden für den Fall, dass sich die EU-Kommission durchsetzt, milliardenschwere Mehrbelastungen zukommen. Angesichts der harten internationalen Konkurrenz wären diese kaum wegzustecken. Gezielt wendet sich Gröger auch gegen Versuche, eine populistische Stimmung pro EU-Kommission mit dem Argument zu entfachen, dass durch den Wegfall der Industrierabatte der Verbraucher entlastet würde. „Unser Wohlstand in Deutschland beruht ganz wesentlich darauf, dass wir über ein starkes industrielles Fundament verfügen. Unsere heimische Industrie ihrer internationalen Konkurrenzfähigkeit zu berauben, bedeutet, dass wir an dem Ast sägen, auf dem wir alle sitzen.“


Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV), Düsseldorf