23.07.2015

SMS group, Düsseldorf

SMS group modernisiert Hubbalkenofen bei ArcelorMittal Asturias

Im Februar 2015 erhielt SMS Meer SpA, Italien, einen neuen Auftrag von ArcelorMittal Asturias, Spanien. Dieser Auftrag umfasst die Modernisierung des Hubbalkenofens der dortigen Drahtstraße. Der Ofen hat einen Durchsatz von 150 t/h. Ziel des Projektes ist die Senkung der operativen Kosten zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Das Projekt umfasst im Wesentlichen die Umrüstung der Verbrennungstechnik. Der Ofen wird bisher zu 100 % mit Erdgas befeuert, soll nun aber auch mit der Option ausgestattet werden, Hochofengas als Brennstoff einzu­setzen. Mit der neuen Verbrennungstechnik soll die Möglichkeit geschaffen werden, ein Gemisch aus Erdgas und Hochofengas in unterschiedlichen Anteilen zu verwenden. Das Hochofengas wird in einer ebenfalls neu zu installierenden Rekuperatoreinheit vorgewärmt. Durch diese Maßnahmen wird es möglich sein, etwa 80 % des jetzigen Erdgasverbrauchs einzusparen.


Der technische Ansatz wurde über mehrere Monate hinweg in enger Zusammenarbeit zwischen SMS und ArcelorMittal unter Berücksichtigung der verschiedenen Ziele wie Brennstoffeinsparung, Senkung der Schadstoffemissionen und möglichst kurze Umbauzeit entwickelt. Der enge Zeitrahmen für dieses schlüsselfertig zu erstellende Projekt sieht vor, dass der Ofen bereits im September 2015, nach nur einem Monat Stillstand, wieder in Betrieb geht.


Im Rahmen des Projektes wird das gesamte Verbrennungssystem des Ofens auf die neuesten in Europa geltenden Sicherheitsstandards gebracht (entsprechend der Europäischen Sicherheitsnorm EN 746/2:2010). Mit der neuen Technik wird es möglich sein, das gesamte Werkstoffspektrum ohne Einschränkungen aufzuwärmen. Verarbeitet werden Knüppel mit den Querschnitten 150 mm x 150 mm und 180 mm x 180 mm in Längen von 12 000 bis 15 200 mm.


Die beschriebene Verbrennungstechnik wird kontinuierlich mit dem von SMS neu entwickelten Prometheus-System zur Optimierung des Verbrennungsvorgangs überwacht. Dieses System ermöglicht die gezielte Verbesserung der metallurgischen Eigenschaften, zum Beispiel durch Verbesserung der Temperaturhomogenität und Minimierung von negativen Einflüssen wie Entkohlung oder starker Zunderbildung. Prometheus trägt darüber hinaus zu Brennstoffeinsparungen bei, indem es Aufwärmstrategien anwendet, die die Temperatursollwerte minimiert und dabei gleichzeitig die Temperaturvorgaben im Endprodukt sicherstellt.


SMS group, Düsseldorf