19.02.2014

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, Mannheim

Rückgang der Konjunkturerwartungen auf hohem Niveau

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im Februar 2014 verschlechtert. Der entsprechende Indikator geht um 6,0 Punkte auf 55,7 Punkte zurück (langfristiger Mittelwert: 24,5 Punkte). Dass die Finanzmarkexperten im aktuellen Monat vorsichtigere Prognosen abgeben, dürfte mit einigen Unsicherheitsfaktoren zusammenhängen, die zuletzt verstärkt in den Vordergrund getreten sind. In den USA haben beispielsweise schwächelnde Beschäftigungszahlen und einige gedämpfte Vorlaufindikatoren Sorgen aufkeimen lassen, dass der Aufschwung an Tempo verlieren könnte. Zudem spiegelt die volatile Kapitalmarktentwicklung in einigen Schwellenländern Unsicherheit über deren mittelfristige Konjunkturperspektiven wider.


"Der Rückgang der Konjunkturerwartungen sollte nicht überbewertet werden. Die Finanzmarktexperten bleiben mehrheitlich optimistisch", kommentiert ZEW-Präsident Prof. Dr. Clemens Fuest. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland steigt um 8,8 auf 50,0 Punkte. Hierbei handelt es sich um den besten Stand seit August 2011.


Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im Februar ebenfalls gefallen. Der entsprechende Indikator sinkt um 4,8 Punkte gegenüber dem Vormonat und steht nun bei 68,5 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum hat sich im Februar um 8,0 auf minus 40,2 Punkte verbessert.


Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, Mannheim