16/10/2013

ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg

PowerCore-SunCruiser-Team auf dem Siegertreppchen

Am Sonntag gegen 22 Uhr australischer Zeit konnte das SunCruiser-Team der Hochschule Bochum bei der Awards Night in Adelaide jubeln: Der PowerCore SunCruiser – ein in Zusammenarbeit von Hochschule Bochum und ThyssenKrupp entwickeltes, solarbetriebenes Hightechfahrzeug neuester Generation - hat bei der härtesten Solarauto-Rallye der Welt, der „World Solar Challenge“ in Australien, den zweiten Platz geholt. Das Fahrzeug ist in der dieses Jahr neu geschaffenen Cruiser-Klasse an den Start gegangen und musste sich auf der rd. 3 000 km langen Rallye-Strecke gegen neun andere Solarfahrzeuge durchsetzen.


„Das ist uns – wenn wir auch den ersten Platz den Niederländern überlassen mussten – problemlos gelungen“, freut sich Stefan Spychalski, der das SolarCar-Projekt an der Bochumer Hochschule seit gut zehn Jahren und auch vor Ort in Australien begleitet. „Das Team ist sehr stolz darauf, dass der für den Straßenverkehr taugliche Sonnenwagen aus Bochum so zuverlässig und sicher über den Stuart Highway gerollt ist – Spitzengeschwindigkeit 100 km/h. Der zweite Platz ist ein Superergebnis – noch nie war ein deutsches Team unter den ersten drei bei der Weltmeisterschaft der Solarmobile!“ Über die gute Platzierung hat am Ende nicht nur die Zeit entschieden, die der SunCruiser zur Bewältigung der Strecke von Darwin nach Adelaide benötigte. Mittels einer Formel wurden außerdem die Personenkilometer, also die Anzahl der Mitfahrer multipliziert mit der gefahrenen Strecke, berücksichtigt. Außerdem zählte ein Faktor mit, der die Alltagstauglichkeit berücksichtigte und auch das Design spielte eine wesentliche Rolle. „Die Einführung der Cruiser-Klasse bringt die Solarcar-Szene in eine neue Dimension“, ist sich Marco Tietz sicher – er hat die Kooperation mit der Hochschule Bochum als Leiter des Bereichs Anwendungstechnik für nicht kornorientiertes Elektroband von ThyssenKrupp Steel Europe eng begleitet.


ThyssenKrupp hat das Projekt von Beginn an unterstützt. Der wahlweise in die Vorder- oder Hinterräder eingebaute Motor des Fahrzeugs ist erstmalig mit Elektroband von ThyssenKrupp Steel Europe (Standort Bochum) und der Tochtergesellschaft ThyssenKrupp Electrical Steel (Standort Gelsenkirchen) hergestellt worden. Bei dem Material handelt es sich um einen speziellen weichmagnetischen Stahl, der vor allem in Motoren zur effizienten Energieübertragung eingesetzt wird. Mit seiner Hilfe wird über auf dem Dach installierte Solarzellen gewonnene Sonnenenergie sehr effizient und mit geringsten Ummagnetisierungsverlusten genutzt. Der natürliche Antriebsstoff fließt direkt in den Motor, bei starkem Sonnenschein in die Batterie – als Reserve für schlechtes Wetter.


ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg