13.08.2015

ThyssenKrupp AG, Essen

Positive Entwicklung im Lauf des Geschäftsjahres 2014/2015

Der Industrie- und Technologiekonzern ThyssenKrupp ist auf gutem Weg, seine Ziele für das Geschäftsjahr 2014/2015 zu erreichen. Der Vorstand geht davon aus, dass sich Bereinigtes EBIT, Jahresüberschuss sowie Free Cashflow vor Desinvestitionen deutlich verbessern werden. Grund für die Bestätigung der Jahresziele ist die gute operative Entwicklung in den ersten 9 Monaten wie auch im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015. Im Berichtszeitraum konnten Umsatz, Bereinigtes EBIT und Free Cashflow vor Desinvestitionen erneut deutlich gesteigert werden. "Die weitere Ergebnisverbesserung belegt die Fortschritte bei der Umsetzung der Maßnahmen zur Effizienzverbesserung. Wir etablieren eine Kultur der stärkeren Leistungssteigerung im Konzern", sagt ThyssenKrupp Vorstandschef Dr. Heinrich Hiesinger.


In einem weiterhin anspruchsvollen gesamtwirtschaftlichen Umfeld erreichte der Auftragseingang in den ersten 9 Monaten 31,1 Mrd. € und lag damit leicht über Vorjahr (31,0 Mrd. € ). Dabei profitierte der Konzern über Wechselkurseffekte von der globalen Aufstellung der Industriegütergeschäfte. Auf vergleichbarer Basis, das heißt währungs- und portfoliobedingt, war der Auftragseingang um 6 % rückläufig. Ursache für diesen Rückgang waren niedrigere Werkstoff- und Stahlpreise sowie ein Großauftrag im Marineschiffbau im 1. Quartal des Vorjahres. Hinzu kommt vor dem Hintergrund der volatilen und rückläufigen Öl- und Rohstoffpreise eine zurückhaltende Auftragsvergabe im Anlagenbau. Die Komponentengeschäfte und die Aufzugssparte zeigten gegenüber dem Vorjahr steigende Auftragseingänge. Dabei verzeichnete die Aufzugssparte erneut einen Rekordwert.


Der Umsatz stieg in den ersten 9 Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 % auf insgesamt 32,2 Mrd. € an (Vorjahr 30,1 Mrd. € ). Positive Wechselkurs- und Portfolioeffekte sowie das solide organische Wachstum im Komponenten- und Aufzugsgeschäft konnten die Effekte aus stark rückläufigen Werkstoff- und Stahlpreisen deutlich überkompensieren. Auf vergleichbarer Basis betrug der Anstieg 1 %.


Das Bereinigte EBIT der fortgeführten Aktivitäten stieg in den ersten 9 Monaten deutlich um 33 % auf 1 261 Mio. € (Vorjahr 945 Mio. € ). Das 3. Quartal hat dazu mit 539 Mio. € beigetragen und sich gegenüber dem 2. Quartal um 33 % verbessert. Haupttreiber dieser Verbesserung war die erfolgreiche Umsetzung der Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Unterm Strich erwirtschaftete der ThyssenKrupp-Konzern in den ersten 9 Monaten einen Periodenüberschuss von 279 Mio. € (Vorjahr 242 Mio. € ). Hierin enthalten ist die im Zusammenhang mit der Veräußerung der VDM-Gruppe vorgenommene Buchwertberichtigung im 2. Quartal 2014/2015. Nach Abzug der Minderheitenanteile lag der Periodenüberschuss bei 297 Mio. € (Vorjahr 244 Mio. € ); das Ergebnis je Aktie betrug 0,52 € (Vorjahr 0,44 € ).


Der Free Cashflow vor Desinvestitionen verbesserte sich mit -499 Mio. € in den ersten 9 Monaten um 446 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert (Vorjahr -945 Mio. € ), blieb jedoch wie angekündigt noch deutlich negativ. Die Netto-Finanzschulden des Gesamtkonzerns erhöhten sich im Berichtszeitraum um knapp 0,7 Mrd. € auf 4,4 Mrd. €.


Die Ziele für die Kernsteuerungsgrößen des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014/2015 wurden bestätigt: Der Vorstand erwartet einen deutlichen Anstieg des Bereinigten EBIT auf 1,6 -1,7 Mrd. €. Dabei werden bis auf Steel Americas alle Geschäftsbereiche deutlich positive Beiträge erwirtschaften. Für den Jahresüberschuss erwartet der Vorstand ebenfalls eine deutliche Verbesserung (Vorjahr 195 Mio. € ). Der Konzernumsatz sollte im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen (Vorjahr 41,2 Mrd. €.


Am 31. Juli 2015 wurde der Verkauf der VDM-Gruppe vollzogen. Damit wird ein positiver Effekt in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrages bei den Netto-Finanzschulden und Pensionsverpflichtungen erzielt. Dieser Effekt wird sich in den Kennzahlen zum 30. September 2015 widerspiegeln. Der Verkauf reduziert den Anteil der volatilen Werkstoffgeschäfte und unterstützt damit die Positionierung von ThyssenKrupp als diversifizierter Industriekonzern.


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ThyssenKrupp AG, Essen