02.06.2014

Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH, Nürtingen

Perspektive Zukunft

Die konjunkturelle Beruhigung war der prägende Trend im deutschen Werkzeugmaschinenbau und damit auch beim Unternehmen Heller. Mit einem Volumen von 413,5 Mio. € lag der Auftragseingang stärker unter dem überdurchschnittlich starken Vorjahr, als erwartet. Erwartungsgemäß lag auch der Umsatz 2013 mit 532,7 Mio. € um 59,7 Mio. € unter dem Rekordergebnis von 2012. Diese Zahl steht jedoch noch immer für den zweithöchsten Wert in der Geschichte der Heller-Gruppe und liegt damit um 30 % über dem Schnitt der letzten zehn Jahre. Eine ebenso beeindruckende wie weit überdurchschnittliche Größe bildet in diesem wirtschaftlichen Umfeld auch die 2013 fast unveränderte Gesamtleistung von 496,7 Mio. €.


Der Rückgang des Auftragseingangs geht in erster Linie auf die verhaltenen Auftragseingänge aus Projektgeschäften mit der Automotive-Industrie zurück, die gerade im ersten Halbjahr deutlich abgenommen haben. Im zweiten Halbjahr des Jahres wendete sich jedoch das Blatt: Die Auftragseingänge nahmen erfreulich zu und lagen sogar erheblich über dem anteiligen Jahresplan – ohne allerdings den Rückstand aus den ersten sechs Monaten vollständig aufholen zu können. Diese positive Entwicklung setzt sich 2014 eindeutig fort. In einem rückläufigen Markt konnte hingegen das Einzelmaschinengeschäft ausgebaut werden und profitiert von der Erweiterung des angebotenen Programms.


Bedingt durch das schwächere Projektgeschäft, das in den Vorjahren besonders stark durch Aufträge aus Asien und Amerika getragen wurde, haben sich größere Anteile des Volumens wieder nach Europa verlagert. 66 % aller Aufträge stammen aus Deutschland und dem übrigen Europa (Vorjahr: 46 %), während im vergangenen Jahr der Anteil der Auftragseingänge aus Asien auf 19 % (2012: 34 %) beziehungsweise auf 15 % aus Nord- und Südamerika (2012: 20 %) zurückgingen.



Nach drei Monaten des Jahres 2014 kann Heller von einem guten Auftragseingang berichten. Mit 187 Mio. € wird das Vorjahr um 120 % übertroffen. Das erste Quartal gleicht damit die negative Entwicklung des Jahres 2013 aus. Die positive Entwicklung setzt sich bisher im zweiten Quartal fort. Für das Gesamtjahr 2014 wird ein Auftragsvolumen von mehr als 500 Mio. € erwartet.


Zukunftsinvestitionen, wie der Anlauf des neuen Montagewerkes in China und zusätzliche Entwicklungsanstrengungen sind mit ursächlich für eine noch befriedigende aber unter 2012 liegende Rendite. Besonders positiv: Trotz des gesunkenen Umsatzes hat sich das Eigenkapital auf 106,4 Mio. € weiter verbessert. Damit beträgt die Eigenkapitalquote statt 31,2 % (2012) inzwischen 34,0 %. Außerdem hat sich Heller mittlerweile komplett entschuldet. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf ein konsequentes Forderungsmanagement.


Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH, Nürtingen