05/11/2014

ThyssenKrupp AG, Essen

Neues Werk für Automobilkomponenten in Changzhou eröffnet

ThyssenKrupp CEO Dr. Heinrich Hiesinger hat gestern ein neues Werk für Automobilkomponenten in Changzhou eröffnet. Am neuen Standort für Antriebstechnologie in der Provinz Jiangsu werden Zylinderkopfhaubenmodule für den chinesischen Automobilmarkt hergestellt. ThyssenKrupp hat rd. 40 Mio. € in die neue Produktionsstätte investiert. Bis zu 200 Mitarbeitern werden hier jährlich rd. eine Million Zylinderkopfhaubenmodule herstellen.


"Als breit aufgestellter Technologiekonzern spielt der chinesische Markt für uns eine wichtige Rolle. Unsere Strategie konzentriert sich vor allem auf den Mobilitätssektor Chinas. Mit unserer Aufzugssparte und unserem Komponentengeschäft konnten wir in diesem Segment in den vergangenen Jahren stark zulegen", sagt Dr. Heinrich Hiesinger.


ThyssenKrupp ist heute mit fünf Geschäftsfeldern (Business Areas) in China aktiv. In den letzten drei Geschäftsjahren hat der Konzern über 400 Mio. € in neue Produktionsstandorte investiert. Für das Geschäftsjahr 2013/14 erwartet ThyssenKrupp einen Umsatz von 2,5 Mrd. € in China. Das entspricht einem Wachstum von rd. 16 % gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen betreibt im Land derzeit über zwanzig Produktionsstandorte und beschäftigt rd. 16 800 Mitarbeiter.


Ein Schwerpunkt der Wachstumsinvestitionen der letzten Jahre in China lag auf dem Komponentenzuliefergeschäft für die Automobilindustrie. Fünf neue Werke hat der Essener Industriekonzern allein in den letzten 24 Monaten dort in Betrieb genommen. Die Investitionen dafür belaufen sich auf rd. 340 Mio. €.


"Seit 1995 sind wir als Zulieferer von Fahrwerks- und Antriebskomponenten im Land vertreten. Die hohe Wachstumsdynamik der letzten Jahre sind wir mitgegangen und wollen auch zukünftig mit unseren Kunden in China weiter wachsen", betont Dr. Karsten Kroos, CEO der Business Area Components Technology bei ThyssenKrupp.


Das neue Werk für Zylinderkopfhaubenmodule mit integrierten Nockenwellen in Changzhou ist bereits das vierte dieser Art, das ThyssenKrupp derzeit weltweit errichtet oder in den letzten zwölf Monaten in Betrieb genommen hat. So hat das Unternehmen in 2013 sowohl im chinesischen Dalian als auch in Ilsenburg in Sachsen-Anhalt mit der Fertigung von Zylinderkopfhaubenmodulen begonnen. Ein Werk in Brasilien befindet sich derzeit im Bau und soll im nächsten Jahr den Serienbetrieb aufnehmen. Planungen für einen weiteren Produktionsstandort in der NAFTA-Region sind weit fortgeschritten.


Die große Nachfrage und das hohe Wachstumspotenzial speziell für Zylinderkopfhaubenmodule beruhen auf einer Weiterentwicklung der Nockenwellentechnologie und einem von ThyssenKrupp perfektionierten Fertigungsverfahren. Dabei werden in einem speziell entwickelten Prozess die Nockenwellen und weitere Montagekomponenten direkt in der geschlossenen Zylinderkopfhaube montiert. Damit kann ThyssenKrupp seinen Kunden statt bisher einzelner Antriebskomponenten ein komplettes Nockenwellenmodul liefern. Gewichtseinsparungen von bis zu 30 %, ein geringerer Kraftstoffverbrauch und weniger Schadstoffemissionen sind die Folge. Ein weiterer Vorteil ist eine schnellere und effizientere Motorenmontage bei den Automobilherstellern.


ThyssenKrupp AG, Essen