03.04.2014

VDMA NRW, Düsseldorf

NRW-Maschinenbau mit leichtem Umsatzrückgang 2013

„Der nordrhein-westfälische Maschinenbau hat 2013 einen Umsatz von 43,3 Mrd. € erzielt. Wir sind mit diesem guten Ergebnis zufrieden“, erklärte Siegfried Koepp, Vorstandsvorsitzender des VDMA NRW, anlässlich der gestrigen Jahrespressekonferenz in Düsseldorf. Die Konjunktur entwickelte sich für den nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbau im vergangenen Jahr leicht rückläufig. Nach zum Teil deutlichen

Umsatzzuwachsraten in den Jahren 2010 bis 2012 litt der Maschinen- und Anlagenbau

unter den Unsicherheiten auf den globalen sowie heimischen Märkten und konnte 2013

das Umsatzrekordniveau des Vorjahres nicht ganz halten. Mit 43,3 Mrd. € lag der Umsatz ca. 800 Mio. unterhalb des letzten Jahres.


Positiv entwickelte sich die Beschäftigung des Maschinen- und Anlagenbaus. Die Zahl der Beschäftigten in den Stammbelegschaften lag im Durchschnitt 2013 bei rund 197.700 Personen und damit um gut 3.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. 1,9 % über seinem Vorjahreswert von 194.000 Beschäftigten. „Dies ist bereits der dritte deutliche Anstieg nach 2010, der belegt, dass der Maschinenbau ein zentraler Beschäftigungsfaktor in Nordrhein-Westfalen ist“, sagte Koepp.



Nachdem die Unternehmen recht hoffnungsvoll in das neue Jahr 2014 gestartet waren,

sind die Risiken in den letzten Wochen eher größer als kleiner geworden. Trotzdem

überwiegt aktuell die Auffassung, dass die Weltkonjunktur im Jahresverlauf leicht Fahrt

aufnimmt und sich im Zuge der wirtschaftlichen Belebung der aufgelaufene

Investitionsstau aufzulösen beginnt. Vor diesem Hintergrund erklärte Koepp: „Für das laufende Jahr 2014 gehen wir von einem nominalen Umsatzwachstum von 3 % aus. Im ersten Halbjahr erwarten wir aktuell noch eine Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau. Spätestens im zweiten Halbjahr 2014 rechnen wir mit einem Anstieg bei Produktion und Umsatz. Für die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen erwarten wir 2014 ein etwa gleichbleibendes Niveau.“


Von der Politik erwartet der Maschinen- und Anlagenbau die richtigen Rahmenbedingungen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes Nordrhein-

Westfalen zu halten. So zum Beispiel einen festen und verlässlichen Kurs in der

Energiewende, für dessen erfolgreiche Umsetzung er eine Schlüsselrolle spielt. Die

Energiewende ist ohne eine Erhöhung der Energieeffizienz in Gebäuden, bei Industrie

und Gewerbe nicht zu stemmen. Maschinenbauer leisten hier einen entscheidenden

Beitrag, weil sie weltweit die technologischen Lösungen zur Steigerung der

Energieeffizienz in Industrieprozessen und Gebäuden bereitstellen. „Der Maschinen- und Anlagenbau unterstützt die Energiewende und will sie maßgeblich mitgestalten“, so

Koepp.


Darüber hinaus erwarten die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus eine

zukunftsorientierte Handlungsweise, wenn es beispielsweise um die Rentenpolitik geht.

„Wir stehen als international ausgerichtete Branche in einem harten Wettbewerb. Um hier bestehen zu können, brauchen wir sowohl Ingenieure als auch Facharbeiter. Wir

engagieren uns enorm, um den Fachkräftemangel abzufedern und den demografischen

Wandel zu bewältigen. In dieser Gemengelage setzt die Rente mit 63 ein falsches

Zeichen“, erläuterte Koepp.


VDMA NRW, Düsseldorf